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Ehrung langjähriger Feldgeschworener

Feldgeschworenenehrung 2018

Zuverlässige und vertrauensvolle Abmarkungshelfer

Langjährige Feldgeschworene aus dem Landkreis Neu-Ulm wurden im Landratsamt geehrt

Die Feldgeschworenen bekleiden das älteste, heute noch erhaltene Ehrenamt der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern. Acht langjährige Abmarkungshelfer, die teils noch aktiv sind, teils aus Altersgründen ihre Tätigkeit aufgegeben haben, hat stellvertretender Landrat Roland Bürzle im Landratsamt Neu-Ulm geehrt. Er überreichte den „Siebenern“, wie die Feldgeschworenen auch genannt werden, jeweils eine Ehrenurkunde, die Bayerns Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Albert Füracker, unterschrieben hat.

Ausgezeichnet wurden für 40-jährige Tätigkeit: Hans Stäb, Johann Wegmann, Siegfried Wiedenmann (alle Neu-Ulm), Eugen Schenk (Pfaffenhofen an der Roth), Josef Kast (Roggenburg) und Anton Glogger (Weißenhorn). 25 Jahre sind als Feldgeschworene aktiv: Anton Mensch jun. (Osterberg) und Georg Jutz (Unterroth). Erich Schütt aus Niederhausen er ebenfalls 40 Jahre das Amt bekleidet konnte leider nicht anwesend sein.

In seiner Laudatio sagte Landrats-Vize Roland Bürzle: „Sie erfüllen auch unter den Bedingungen der modernen Vermessungstechnik Mittlerfunktionen zwischen Staat, Vermessungsbehörde, Kommune und Bürger.“ Was die „stille und verschwiegene Arbeit“ der Feldgeschworenen „so wertvoll“ mache, sei: ihre unübertreffliche Ortskenntnis, ihr Vertrauen und ihr Respekt, den sie bei der Bevölkerung genießen, ihre Zuverlässigkeit, ihr Fachwissen und ihre Diskretion sowie ihr handwerkliches und technisches Geschick.

Wie Peter Lauber, der Leiter des auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständigen Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Günzburg, mittteilte, gibt es im Freistaat Bayern rund 24.000 Feldgeschworene. Der Bezirk des Vermessungsamtes Günzburg sei mit 570 Feldgeschworenen Spitzenreiter in Schwaben. Lauber überreichte den Jubilaren Buchgeschenke zur Vermessungsgeschichte in Bayern.

Pfaffenhofens Bürgermeister Josef Walz lobte stellvertretend für alle anwesenden Gemeindevertreter die Feldgeschworenen: Es gebe „keine Straße, keinen Radweg und kein Baugebiet“, wenn die Siebener nicht bei der Grenzziehung und Vermessung mitwirken würden.