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Ende der Amtszeit

Verabschiedung Markträte

Mit der letzten Marktratssitzung am 29.4.2020 endete die Amtszeit von 13 Markträten, darunter der 2. und der 3. Bürgermeister und die des ersten Bürgermeisters Josef Walz. Der Ort und die Umstände der Verabschiedung waren ungewöhnlich. Der Coronakrise und den damit verbundenen Abstandsregeln geschuldet fand die Sitzung in der Aula der Hermann-Köhl-Schule statt. Die Räte saßen weit von einander entfernt, jeder an einem eigenen Tisch. Diese Umstände ließen einen festlichen oder gar stimmungsvollen Abschied nur sehr bedingt zu. Elf der scheideneden Markträte waren anwesend und erhielten eine Dankurkunde und die Ehrennadel verliehen. Walz sprach einen großen Dank für deren Einsatz aus. „Ich habe die Hoffnung, dass der von ihnen in so hohem Maße bewiesene Bürgersinn, für unsere jungen Gemeindebürger Vorbild sein möge“, sagte der zu diesem Zeitpunkt Noch-Bürgermeister Walz. Er würde sich freuen, wenn der ein oder andere ehemalige Rat auch mal als Zuhörer wieder in den Sitzungssaal zurückkehre. Einen Marktrat hob Walz besonders hervor, Franz Walk. Dieser war 42 Jahre im Gremium. „Es wird nicht viele Kommunalpolitiker geben, die länger ihren Dienst tun als du. Dafür meine größte Anerkennung und den größten Respekt“, sagte Walz und überreichte Walk neben der Urkunde und der Ehrennadel eine goldene Jubiläumsmedaille. Gelassenheit wünschte Walz seinem anwesenden Nachfolger, Sebastian Sparwasser. Bevor Josef Walz die Sitzung schliessen konnte ergriffen seine Stellvertreter Erwin Stötter (Zweiter Bürgermeister) und Karlheinz Thoma (Dritter Bürgermeister) noch das Wort. Trotz der Umstände wolle man den Bürgermeister nicht ohne eine kurze Laudatio gehen lassen.

„Das Beste kommt zum Schluss. In Anbetracht der Zeiten würden wir das mit Blick auf die Amtszeit des Bürgermeisters nicht unterschreiben. Es gab in den letzten 30 Jahren bestimmt gute und schlechte Zeiten. Aber eine Krise war bisher nie zu bewältigen“, sagte Thoma in seiner Ansprache für Walz. Der Bürgermeister habe in den 30 Jahren die wichtigsten Maßnahmen in Pfaffenhofen vorangebracht: „Man kann es sich gar nicht mehr vorstellen, aber zum Zeitpunkt des Amtseintrittes gab es in einigen Ortsteilen keine Kanalisation“, sagte Thoma.

Neben der harten Arbeit haben die Pfaffenhofer Politiker auch gerne einmal gefeiert. „Ich verrate sicher kein Geheimnis, dass unser Bürgermeister von manchen mit dem Spitznamen Festles-Walz bezeichnet wurde“, sagte Thoma mit einem Lächeln. Die Ironie der Geschichte wollte es, dass ausgerechnet der Festles-Walz ohne eine angemessene Feier seine Amtszeit beenden muss. „Das schmerzt uns, die dich gerne in passendem Rahmen verabschiedet hätten, mehr als dich“, sagte Thoma. Anschliessend dankte Erwin Stötter dafür, dass Walz jederzeit für alle Bürger ein offenes Ohr hatte. Er betonte die große Beliebtheit, derer sich der Bürgermeister erfreuen durfte. „Wir drei, das Triumvirat, verlässt jetzt die Bühne“, beendete Stötter seine Rede. Das Triumvirat – das waren Walz, Stötter und Thoma.

Josef Walz wurde jedoch nicht nur mit freundlichen Worten bedacht, als Abschiedsgeschenk bekam er noch eine zwölfsaitige Gitarre. Die Sitzung schloss Walz mit den Worten: „Es gab keinen Tag, an dem ich mit Widerwillen ins Rathaus ging“. 

Ausgeschieden sind die Räte:

Sandra Baumann (sechs Jahre Mitglied), Konrad Jahn (sechs Jahre), Dominik Wansing (sechs Jahre), Rolf Gassner (zwölf Jahre), Klaus Przewodnik (12 Jahre), Marlies Fuchs (18 Jahre), Richard Reitzle (18 Jahre), Maria Störk (18 Jahre), Karlheinz Thoma (18 Jahre), Erwin Stötter (24 Jahre), Hildegard Mack (24 Jahre), Anton Rupp (30 Jahre), Franz Walk (42 Jahre)