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Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept

Auftakt Klimaschutzkonzept

Ein überraschtes Gesicht machte so mancher Besucher der kurz vor Beginn der Veranstaltung in die Aula der Hermann-Köhl-Schule kam. Es war nämlich so gut wie kein freier Platz mehr zu finden, so groß war das Interesse der Bevölkerung aus Pfaffenhofen und Holzheim. „Wir können natürlich nicht die Welt retten und auch nicht ganz Deutschland, aber alle Veränderungen beginnen im Kleinen. Wir haben sicher auch auf Gemeindeebene viel zu tun.“, so eröffnet der Pfaffenhofener Bürgermeister Josef Walz die Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept der beiden Gemeinden. Nach der Erläuterung des geplanten Ablaufs der Veranstaltung zeigte die Projektleiterin Gabi Hajek von der Energieagentur Karmann die einzelnen Schritte auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept vor. Eine Ist-Analyse soll die Energie- und CO2-Bilanz der beiden Orte ermitteln. So lag in Pfaffenhofen der Energieverbrauch 1990 noch bei 120000 Megawattstunden (MWh), 2010 schon bei 140000 MWh. In Holzheim wurden 1990 24000 MWh, 2010 28000 MWh verbraucht. Um aktuelle Werte zu erhalten, wird die Agentur neue Daten erheben, die dann auf verschiedene Bereiche wie private Haushalte, Kommune, Gewerbe und Verkehr aufgesplittet und in CO2-Emissionen umgerechnet werden. Dann wird geklärt welches Potenzial ist in der Region vorhanden ist. Anschließend wird ein Maßnahmenkatalog entwickelt und am Ende steht die tatsächliche Umsetzung. Insgesamt sei das Ziel, weniger zu verbrauchen und erneuerbare Energien zu nutzen, erklärt Hajek. Sie fast dies in drei Begriffen zusammen: „Weniger, besser, anders.“ Von Anfang an war geplant das Klimaschutzkonzept unter größtmöglicher Beteiligung der Bürger zu entwickeln. So sind diese auch an diesem Abend gefragt. Nach der Präsentation werden sie gebeten ihre Vorschläge zum Klimaschutz auf Pappkärtchen zu schreiben und an die vorbereiteten Stellwände, die nach Themen wie "Verkehr und Mobilität" oder "Kommunikation" gegliedert sind, anzuheften. Die Beteiligung ist intensiv, an den aufgestellten Stehtischen kommt es zu intensiven Diskussionen. Dias Spektrum der Vorschläge reicht von eher allgemeinen Anregungen bis zu ganz konkreten Vorschlägen, so zum Beispiel einem Wasserkraftwerk an der Roth an der alten Mühle.Bei der nächsten Veranstaltung am 24. April, die in Holzheim stattfindet, werden die Vorschläge besprochen.