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Oberbayrischer Kulturpreis 2013 für Wilfried Hiller

Wilfried Hiller

Ehrung für Mechthild Lobisch und Wilfried Hiller

Die Buch- und Einbandkünstlerin Mechthild Lobisch und der Komponist Wilfried Hiller erhielten den Oberbayerischen Kulturpreis 2013. Die höchste kulturelle Auszeichnung des Bezirks Oberbayern wurde am 14. Juli 2013 im Rahmen der 19. Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage in Traunreut verliehen. Der Bezirk Oberbayern ehrt damit seit 1980 jährlich zwei Persönlichkeiten, die sich besonders um die Kultur in Oberbayern verdient gemacht haben. Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Wilfried Hiller, in Weißenhorn geboren und im Ortsteil Beuren des Markts Pfaffenhofen aufgewachsen, steht als Schüler Carl Orffs ganz in der bayerischen Tradition. Sein „Goggolori“ war die erste Oper in bairischer Mundart und wurde am Gärtnerplatztheater München zum großen Erfolg. Hiller, geboren 1941 in Weißenhorn bei Ulm, arbeitete nach einem Klavierstudium am Augsburger Konservatorium zunächst als Organist und Ballett-Korrepetitor. Er studierte an der Münchner Musikhochschule Komposition, Opernregie, Schlagzeug und Musiktheorie. 1968 lernte er Carl Orff kennen, dessen Schüler er wurde und mit dem er bis zu Orffs Tod eng verbunden blieb. Auch die Zusammenarbeit mit dem Autor Michael Ende gab ihm wichtige künstlerische Impulse. Es entstanden Klassiker des zeitgenössischen Musiktheaters wie „Tranquilla Trampeltreu“ oder „Das Traumfresserchen“. 2005 vertont Hiller mit Texten Wilfried Böhms die Kirchenopern „Augustinus“ und „Der Sohn des Zimmermanns“. Hiller lehrte an der Münchner Musikhochschule und war von 2005 bis 2008 Präsident des Bayerischen Musikrats. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Carl-Orff-Stiftung. Hiller schrieb neben Bühnenwerken zahlreiche kammermusikalische Stücke, Solokonzerte sowie Chor- und Orchesterwerke. Die Laudatio auf Wilfried Hiller hielt der Musikverleger Dr. Peter Hanser-Strecker.