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Bericht aus der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates 2026

Aktuelles
Pfaffenhofen a.d.Roth

Am 12. Mai 2026 fand im Sitzungssaal des Rathauses Pfaffenhofen die konstituierende Sitzung des neu gewählten Marktgemeinderates statt. Zu Beginn der Sitzung richtete Bürgermeister Sebastian Sparwasser das Wort an das neue Gremium und begrüßte die neuen Mitglieder im Gremium. Die kommenden Jahre würden große Herausforderungen mit sich bringen, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Situation der Kommunen. Zugleich erinnerte er an die zahlreichen wichtigen Projekte, die in der vergangenen Legislaturperiode angestoßen wurden, darunter das Feuerwehrgemeinschaftshaus Roth Berg, der Kindergarten Kadeltshofen sowie der weitere Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Nun gelte es, diese Vorhaben konsequent umzusetzen. Seinen Dank richtete er an die Mitglieder des bisherigen Gremiums und an die stellvertretenden Bürgermeister Franz Winter und Andreas Wöhrle für das vertrauensvolle und gute Miteinander.

TOP 1: Vereidigung der neu gewählten Marktgemeinderatsmitglieder

Nach der formellen Eröffnung der Sitzung wurden die neu gewählten Mitglieder des Marktgemeinderates feierlich vereidigt. Vereidigt wurden Thomas Brey (Wählergemeinschaft Biberberg‑Balmertshofen), Regina Feuerstein (Wählergemeinschaft Roth‑Berg) sowie Verena Pfründer und Dominik Wolf (CSU). Die neuen Gemeinderatsmitglieder legten den Eid gemäß den Vorgaben der Gemeindeordnung ab.

TOP 2: Beschluss über die Zahl der weiteren Bürgermeister

Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, auch in der neuen Wahlperiode zwei weitere Bürgermeister (2. und 3. Bürgermeister) zu wählen. Beide Funktionen werden weiterhin ehrenamtlich ausgeübt. Die Vertretungsregelung sieht vor, dass bei Verhinderung des Ersten Bürgermeisters zunächst der Zweite Bürgermeister und bei dessen Verhinderung der Dritte Bürgermeister die Amtsgeschäfte übernimmt.

TOP 3: Wahl der weiteren Bürgermeister

Die Wahl der weiteren Bürgermeister wurde von Amtsleiter Konrad Müller durchgeführt. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurde Franz Winter vorgeschlagen und mit 19 Ja‑Stimmen bei einer ungültigen Stimme erneut gewählt. In einem weiteren Wahlgang wurde Andreas Wöhrle mit ebenfalls 19 Ja‑Stimmen zum Dritten Bürgermeister wiedergewählt; eine Stimme entfiel auf Max Spleiß. Die Wahlen erfolgten jeweils geheim und gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Da beide Bürgermeister bereits zuvor im Amt waren, war eine erneute Vereidigung nicht erforderlich. Der ursprünglich unter TOP 4 vorgesehene Tagesordnungspunkt „Vereidigung der weiteren Bürgermeister“ wurde daher abgesetzt.

TOP 5: Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts

Zur Konstituierung des neuen Marktgemeinderates war der Erlass einer neuen Gemeindeverfassungssatzung erforderlich. Wesentliche Inhalte der Satzung sind die Zusammensetzung des Gemeinderates mit 20 ehrenamtlichen Mitgliedern und dem Ersten Bürgermeister, die Festlegung von künftig drei Ausschüssen, wobei der Haupt‑ und Finanzausschuss entfällt, eine Anpassung der Stellvertretungsregelung, sowie die Anpassung des Sitzungsgeldes von derzeit 40 auf 45 Euro. Die letzte Anpassung des Sitzungsgeldes hatte im Jahr 2014 stattgefunden. Die Satzung wurde vom Marktgemeinderat einstimmig beschlossen.

TOP 6: Geschäftsordnung des Marktgemeinderates

Ebenfalls beschlossen wurde der Erlass einer neuen Geschäftsordnung für die Wahlperiode. Grundlage hierfür bildet die Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetages. Die neue Geschäftsordnung orientiert sich in weiten Teilen an der bisherigen Regelung. Wesentliche Änderungen sind der Wegfall des Haupt‑ und Finanzausschusses sowie die Erhöhung der Bewirtschaftungsbefugnis des Ersten Bürgermeisters von bisher 15.000 Euro auf 25.000 Euro. Die Geschäftsordnung wurde einstimmig beschlossen.

TOP 7: Bestellung der Mitglieder und deren Stellvertreter des Bau- und Umweltausschusses

Von den Fraktionen und Wählergruppen wurden folgende Marktgemeinderatsmitglieder in den Bau- und Umweltausschuss berufen:

Franz Winter, Fabian Rupp, Markus Werwein (CSU)

Andreas Wöhrle, Max Spleiß, Karl Christoph Oetinger (FWG)      

Josef Schweiggart (WG Roth-Berg)

Johann Kast (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

Als Stellvertreter ihrer Fraktionen/Ausschussgemeinschaft wurden berufen:

Dominik Wolf, Martin Strobel, Thomas Lützel (CSU)

Manuel Wolf, Maximilian Keder, Claudia Walk (FWG)

Max Suchant (WG Roth-Berg)

Hans-Ulrich Hartmann (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

TOP 8: Bestellung der Mitglieder und deren Stellvertreter des Kultur-, Sport- und Jugendausschusses

Von den Fraktionen und Wählergruppen wurden folgende Marktgemeinderatsmitglieder in den Kultur-, Sport- und Jugendausschuss berufen:

Dominik Wolf, Markus Werwein, Thomas Lützel (CSU)

Claudia Walk, Manuel Wolf, Maximilian Keder (FWG)

Regina Feuerstein (WG Roth-Berg)

Hans-Ulrich Hartmann (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

Als Stellvertreter ihrer Fraktionen/Ausschussgemeinschaft wurden berufen:

Martin Strobel, Franz Winter, Fabian Rupp (CSU)

Andreas Wöhrle, Karl Christoph Oetinger, Max Spleiß (FWG)

Max Suchant (WG Roth-Berg)

Johann Kast (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

TOP 9: Bestellung der Mitglieder und deren Stellvertreter des Rechnungsprüfungsausschusses sowie Bestimmung des Rechnungsprüfungsausschussvorsitzenden

Von den Fraktionen und Wählergruppen wurden folgende Marktgemeinderatsmitglieder in den Rechnungsprüfungsausschuss berufen:

Martin Strobel, Dominik Wolf (CSU)

Karl Christoph Oetinger, Manuel Wolf (FWG)

Max Suchant (WG Roth-Berg)

Hans-Ulrich Hartmann (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

Als Stellvertreter ihrer Fraktionen/Ausschussgemeinschaft wurden berufen:

Markus Werwein, Verena Pfründer (CSU)

Claudia Walk, Maximilian Keder (FWG)

Josef Schweiggart (WG Roth-Berg)

Johann Kast (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

Der Marktgemeinderat bestellte Martin Strobel zum Vorsitzenden des Ausschusses.

TOP 10: Entscheidung über die Entsendung der Vertreter in die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhofen

Die Gemeinschaftsversammlung besteht gemäß Art. 6 Abs. 2 VGemO aus den Vertretern der Mitgliedsgemeinden. Vertreter sind die ersten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und je ein Gemeinderatsmitglied; für jedes volle Tausend ihrer Einwohnerinnen und Einwohner entsenden die Mitgliedsgemeinden ein weiteres Gemeinderatsmitglied. Der Markt Pfaffenhofen a.d.Roth hat neben dem ersten Bürgermeister 8 Vertreter in die Gemeinschaftsversammlung zu berufen. 

Auf Vorschlag der Parteien/Wählergruppen wurden folgende Mitglieder berufen:

Franz Winter, Verena Pfründer, Thomas Lützel (CSU)

Andreas Wöhrle, Max Spleiß (FWG)

Regina Feuerstein (WG Roth-Berg)

Johann Kast (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

Als Stellvertreter ihrer Fraktionen/Ausschussgemeinschaft wurden berufen:

Martin Strobel, Fabian Rupp, Markus Werwein (CSU)

Claudia Walk, Manuel Wolf (FWG)

Josef Schweiggart (WG Roth-Berg)

Hans-Ulrich Hartmann (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

TOP 11: Bestellung der Verbandsräte in die Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung „Rauher-Berg-Gruppe“

Von den Fraktionen und Wählergruppen wurden folgende Vertreter in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung „Rauher-Berg-Gruppe“ berufen:

Dominik Wolf, Martin Strobel, Verena Pfründer (CSU)

Andreas Wöhrle, Max Spleiß, Karl Christoph Oetinger (FWG)

Max Suchant (WG Roth-Berg)

Markus Fischer (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

Als Stellvertreter wurden berufen: 

Franz Winter, Fabian Rupp, Markus Werwein (CSU)

Manuel Wolf, Claudia Walk, Maximilian Keder (FWG)

Regina Feuerstein (WG Roth-Berg)

Johann Kast (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

TOP 12: Bestellung der Verbandsräte für den Abwasserzweckverband "Mittleres Rothtal"

Der Markt Pfaffenhofen a.d.Roth hat gem. § 6 der Verbandssatzung des Abwasserzweckverbandes „Mittleres Rothtal“ neben dem ersten Bürgermeister 10 Mitglieder in die Verbandsversammlung zu entsenden. Von den Fraktionen und Wählergruppen wurden folgende Vertreter in die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes vorgeschlagen:

Martin Strobel, Markus Werwein, Fabian Rupp, Verena Pfründer (CSU)

Max Spleiß, Claudia Walk, Manuel Wolf (FWG)

Josef Schweiggart (WG Roth-Berg)

Markus Fischer (SPD)

Christoph Maisch (Grüne/Linke)

Als Stellvertreter wurden berufen: 

Dominik Wolf, Thomas Lützel, Franz Winter (CSU)

Karl Christoph Oetinger, Andreas Wöhrle, Maximilian Keder (FWG)

Regina Feuerstein (WG Roth-Berg)

Hans-Ulrich Hartmann (SPD)

Thomas Brey (WG Biberberg-Balmertshofen)

Vor der Beschlussfassung war ein Losverfahren zwischen der CSU und der Wählergemeinschaft Roth-Berg erforderlich, da sich nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren bei zehn Sitzen eine Pattsituation ergeben hatte. Das Losverfahren wurde ordnungsgemäß nach den geltenden Bestimmungen durchgeführt; dabei fiel das Los zugunsten der CSU.

TOP 13: Bestellung von Jugendbeauftragten

Die oder der Jugendbeauftragte wird vom Marktgemeinderat bestimmt und übt die Tätigkeit ehrenamtlich und beratend aus. Sie oder er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Kommune und fungiert als zentrale Ansprechperson für junge Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt der Aufgabe ist die federführende Begleitung des Jugendhauses. Dazu zählt die enge Zusammenarbeit mit den haupt- und ehrenamtlich tätigen MitarbeiterInnen im Jugendhaus, die Unterstützung bei der konzeptionellen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Angebots sowie die Funktion als Schnittstelle zwischen Jugendhaus, Verwaltung und Gemeinderat. Darüber hinaus fördert die oder der Jugendbeauftragte die Beteiligung junger Menschen an kommunalen Prozessen, unterstützt jugendbezogene Projekte und berät den Gemeinderat und die Verwaltung in allen jugendrelevanten Angelegenheiten. Das Gremium bestellte auf Vorschlag von Christoph Oetinger Herrn Simon Schweizer als Jugendbeauftragten.

TOP 14: Beratung und Beschlussfassung über die Bestellung von Seniorenbeauftragten

Die oder der Seniorenbeauftragte wird vom Marktgemeinderat bestimmt und nimmt eine beratende, ehrenamtliche Funktion wahr. Aufgabe ist es, die Interessen und Belange der älteren Bürgerinnen und Bürger zu vertreten und als Ansprechpartner für deren Anliegen, Anregungen und Probleme zu dienen. Die oder der Beauftragte wirkt darauf hin, dass seniorenrelevante Themen wie Teilhabe, Mobilität, barrierefreie Infrastruktur, Wohnen oder soziale Angebote in der kommunalen Planung und Entscheidungsfindung angemessen berücksichtigt werden. Dazu gehört auch die Vernetzung mit örtlichen Akteuren wie Vereinen, kirchlichen Einrichtungen, sozialen Diensten und Initiativen sowie die Unterstützung und Begleitung von Informations- und Begegnungsangeboten für Seniorinnen und Senioren. Der Marktgemeinderat und die Verwaltung werden bei Fragen, die ältere Menschen betreffen, beratend unterstützt. Der Tagesordnungspunkt wurde zunächst vertagt.

TOP 15: Bestellung der Vertreter des Marktgemeinderates für die Mitgliederversammlung des Vereins für Naherholung im Landkreis Neu-Ulm

In den Naherholungsverein wurden neben dem 1. Bürgermeister folgende Mitglieder entsandt:

Verena Pfründer (CSU) und Karl Christoph Oetinger (FWG). Als Stellvertreter wurden Dominik Wolf (CSU) und Claudia Walk (FWG) benannt.

TOP 16: Bestellung der Vertreter des Marktgemeinderates für die Mitgliederversammlung des Vereins für Naherholung im Landkreis Neu-Ulm

In der Mitgliederversammlung der Volkshochschule Neu-Ulm sind alle beteiligten Städte, Märkte und Gemeinden sowie der Landkreis Neu-Ulm (Vollmitglieder gem. § 3 der Vereinssatzung) vertreten. Gemeinden über 5.000 Einwohner entsenden 2 Vertreter (§ 5 Abs. 4 der Vereinssatzung). In die Mitgliederversammlung der Volkshochschule im Landkreis Neu-Ulm werden folgende Mitglieder entsandt:

Thomas Lützel (CSU) und Claudia Walk (FWG). Als Stellverterter wurden Markus Werwein (CSU) und Andreas Wöhrle (FWG) benannt.

TOP 17: Bestellung eines Delegierten für den Verein Musikschule Weißenhorn e.V.

Dieser Tagesordnungspunkt wurde zunächst vertagt.

TOP 18: Vorschlag an die VG-Versammlung zur Bestellung des 1. Bürgermeisters zum Eheschließungsstandesbeamten

Gem. § 2 Abs. 3 der Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes können Gemeinden ihre Bürgermeister und Verwaltungsgemeinschaften die Bürgermeister ihrer Mitgliedsgemeinden zu Standesbeamten bestellen, auch wenn sie die Bestellungsvoraussetzungen nach Abs. 1 nicht erfüllen, sofern ihr Aufgabenbereich als Standesbeamte auf die Vornahme von Eheschließungen beschränkt wird. Sie sind befugt, im Zusammenhang mit der Eheschließung sowohl erforderliche Beurkundungen und Eintragungen im Eheregister vorzunehmen als auch erstmals Personenstandsurkunden auszustellen sowie Namenserklärungen anlässlich der Eheschließung und darauf bezogene Anschlusserklärungen zu beglaubigen oder zu beurkunden. Der Marktgemeinderat hat der Verwaltungsgemeinschaftsversammlung Dr. Sebastian Sparwasser zur Bestellung zum Eheschließungsstandesbeamten vorgeschlagen. 

TOP 19: Festsetzung der Dienstaufwandsentschädigung für den 1. Bürgermeister

Der 1. Bürgermeister erhält neben seiner Dienstbesoldung gem. Art. 45 KWBG für die durch das Amt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung eine angemessene Dienstaufwandsentschädigung (Art. 46 KWBG). Durch diese Dienstaufwandsentschädigung sollen u.a. die Kosten aufgrund von Repräsentationsverpflichtungen abgegolten werden. In der abgelaufenen Wahlperiode betrug die im Markt Pfaffenhofen gewährte Dienstaufwandsentschädigung an den 1. Bürgermeister zuletzt 549,85 Euro/monatlich. Das Gremium beschloss, die Dienstaufwandsentschädigung in Höhe von 549,85 Euro zu gewähren. Ein Antrag auf Erhöhung der Entschädigung wurde mehrheitlich abgelehnt.

TOP 20: Festsetzung der Entschädigungen für den 2. und 3. Bürgermeister

Die Entschädigung des 2. und 3. Bürgermeisters wird in Art. 53 Abs. 4 des Gesetzes über kommunale Wahlbeamte (KWBG) geregelt. Sie richtet sich nach dem Maß der besonderen Inanspruchnahme als kommunale Wahlbeamte und darf nicht mehr betragen als die Summe von Grundgehalt, Ortszuschlag und Dienstaufwandsentschädigung des Vertretenen. Der Marktgemeinderat setzte die Entschädigung für den zweiten Bürgermeister auf 351,92 Euro und für den dritten Bürgermeister auf 219,95 Euro fest.

TOP 21: Festsetzung einer Entschädigung für den 2. und 3. Bürgermeister in Vertretungsfällen des 1. Bürgermeisters und Festlegen der Reisekostenentschädigung

Mit den unter Tagesordnungspunkt 20 festgelegten Entschädigungen für den 2. und 3. Bürgermeister ist deren Aufwand in Ausübung ihres Amtes abgegolten. In der Regel sind dies Repräsentationsaufgaben in Vertretung des 1. Bürgermeisters. Nicht beinhaltet ist dabei der Aufwand bei tatsächlicher Vertretung des 1. Bürgermeisters im Amt, falls dieser durch Urlaub, Krankheit o.ä. verhindert ist. Das Gremium beschloss für jeden Vertretungstag eine Entschädigung von 25 Euro zuzüglich der Erstattung des Lohnausgleiches entsprechend der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts zu gewähren.

 


 

Konstituierende Sitzung des Marktgemeinderats 

12. Mai 2026

Ratssaal Pfaffenhofen

Einleitende Ansprache des BGM

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Marktgemeinderat,

liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung,

liebe Gäste,

ich darf Sie heute alle ganz herzlich begrüßen zu unserer ersten Sitzung des Marktgemeinderats in der neuen Amtsperiode. Ganz besonders begrüßen möchte ich in der Runde natürlich heute unsere neuen Mitglieder hier im Gremium. 

Das sind Regina Feuerstein für die Wählergemeinschaft Roth-Berg, Verena Pfründer aus Kadeltshofen und Dominik Wolf aus Raunertshofen für die CSU sowie Thomas Brey aus Biberberg für die Wählergemeinschaft Biberberg-Balmertshofen. 

Herzlich willkommen in unserer Runde. Wir freuen uns alle sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und euch. 

Ich kann versprechen: Es werden wieder viele spannende Themen auf uns zukommen. So viel habe ich gelernt in den sechs Jahren im Amt. Es wird nie langweilig bei uns im Markt Pfaffenhofen. Es bleiben immer Herausforderungen, an denen wir arbeiten müssen. Wir freuen uns darauf, all das gemeinsam mit Euch anzugehen.

In der letzten Sitzung haben wir einige verdiente Mitglieder dieses Gremiums verabschiedet: Peter Schmid hat als Ortssprecher von Raunertshofen im Gremium sechs Jahre lang mitgewirtkt. Robert Walz und Susanne Schmid schieden nach sechs Jahren aus, Karolin Leutenmeier nach zwölf Jahren und Hildegard Feurich-Kähn nach beeindruckenden 18 Jahren im Marktgemeinderat.

Ihnen allen möchte ich im Namen von uns allen auch heute noch einmal ein herzliches Dankeschön aussprechen für ihren Einsatz, ihr Engagement und dafür dass sie über all die Jahre hinweg Verantwortung für unsere Marktgemeinde übernommen haben. Ein herzliches Dankeschön.

In der letzten Sitzung im April hatte ich bereits einen kleinen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre gegeben. Das werde ich für heute nicht mehr im Detail so wiederholen. Nur ein paar wenige Gedanken dazu: 

Es waren bewegte sechs Jahre - mit großen Herausforderungen: Wir haben Corona erlebt, der Ukraine-Krieg und seine Folgeentwicklung haben uns beschäftigt, es sind viele geflüchtete Fammilien hier am Ort angekommen. Wir hatten eine Gasmangellage, ein Cyberangriff auf den Zweckverband, wir haben das Jahrhunderthochwasser erlebt und es haben uns viele weitere Themen beschäftigt, die uns hier in der Verwaltung und auch hier im Gremium sehr gefordert haben. 

Aber ich meine, wir haben die Dinge gut hinbekommen. Wir haben die Dinge gemeinsam gut gemeistert. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten wir in den letzten Jahren viele wichtige Projekte für unseren Ort und unsere Heimat anstoßen und voranbringen. Und jetzt geht es weiter. Wir dürfen uns darauf freuen, weil ich meine, dass wir auf einem guten Weg sind. 

Es wird auch in den kommenden Jahren wird wieder viel zu tun geben. Es gibt viele wichtige Projekte, Vorhaben, die wir angehen müssen. 

Wir haben viel vor beim Kindergarten St. Michael in Kadeltshofen, wo es um die bauliche Umsetzung geht. Es geht los beim Feuerwehrgemeinschaftshaus in Roth.

Wir bereiten im Moment die Erweiterung der Mittagsbetreuung vor, einschließlich einer notwendigen baulichen Erweiterung an bzw. auf der Schule. Auch hier bin ich guter Dinge, dass wir hier schon in den nächsten Monaten große Schritte gehen können. 

Wir werden in den nächsten Jahren Entwicklungen im Bereich der Windkraft erleben und sicher hier im Gremium auch intensiv diskutieren. Die Planungen, die Genehmigungsverfahren für die Anlagen am Ritterberg zwischen Beuren und Raunertshofen kommen gut voran. Also auch hier denke ich, werden wir in den nächsten Monaten mehr wissen.

Wir werden uns außerdem in dieser Legislatur konkreter mit Wärmenetzen beschäftigen. Die kommunale Wärmeplanung ist abgeschlossen, derzeit werden die planerischen Grundlagen für die konkrete Umsetzung eines Wärmenetzes hier in Pfaffenhofen erarbeitet. Wir wollen aktiv an der Energiewende mitwirken. Und ich finde, wir sind in den vergangenen Jahren bereits große Schritte gegangen, etwa wenn wir an das Wärmenetz in Beuren denken, das ja wirklich ein Vorzeigeprojekt geworden ist. 

Auch beim Glasfaserausbau wollen wir noch weiter vorankommen. Im Kernort und in den meisten Ortsteilen ist das Glasfasernetz in den vergangenen Jahren ausgebaut worden. Leider konnten wir keinen Ausbau für Niederhausen, Biberberg, Raunertshofen und Balmertshofen erwirken in diesem ersten Schritt. Aber wir haben uns dazu entschieden, dranbleiben zu wollen: wir wollen auch diese Ortsteile mit ans Netz bringen. Wir haben uns mehrfach beim Gigabit-Förderverfahren beworben. Es sieht wohl gut aus, dass wir einen Zuschlag bekommen und nun auch konkret in den Ausbau gehen können. Auch das wird ein Thema der nächsten Wochen, Monate und Jahre. 

Wir wollen die städtebauliche Entwicklung unserer Hauptstraße weiter voranbringen. Auch hier ist noch viel zu tun. Wir hatten große Pläne. Leider auch einige Rückschläge. Aber wir bleiben dran. Bei der Taverne wäre es aus meiner Sicht so wichtig, dass jetzt was passiert. Und es gibt weitere Leerstände, die wir angehen müssen. Darüber müssen wir reden und wir müssen gute Lösungen finden. Ich sehe all das vor allem aber auch als Chance, dass wir unseren Ortskern nachhaltig gut entwickeln im Sinne einer sozialen Mitte, wie wir das vor einigen Jahren in der Entwicklungsplanung für die südliche Hauptstraße für uns beschlossen hatten. 

Wir werden in den nächsten Jahren auch weiter daran arbeiten müssen, dass unsere Gewerbebetriebe hier vor Ort ihren Platz bekommen, dass sie sich weiterentwickeln können. Auch da haben wir noch große Themen vor uns. Wir haben in dem Zusammenhang ja bereits wesentliche Beschlüsse gefasst. Unsere Aufgabe wird nun sein, daran zu arbeiten, dass wir zügig vorankommen. 

Das sind nur einige der Themen, die uns beschäftigen werden. Es gibt selbstredend vieles mehr, was auf unserer Agenda hier im Gremium, in den Ausschüssen und in den Versammlungen der Verbände stehen wird. 

Bei all dem müssen wir vor allem auch eines: unsere Finanzen gut im Blick behalten. Die Haushaltslage der Kommunen wird nicht einfacher werden. Aber ich bin überzeugt: Wir werden auch dahingehend gute Lösungen finden. 

Wir werden in den nächsten Jahren viel diskutieren, wir werden sicher nicht immer einer Meinung sein. Aber das muss und soll auch gar nicht so sein. Ein Gremium wie dieses lebt vom Austausch, vom Dialog und vom Kompromiss.

Wichtig ist, dass wir bei der Sache, bei den Themen bleiben und unserer Verantwortung für unseren Ort bewusst sind. Dann bin ich sicher, werden wir auch in dieser Amtsperiode wieder viel Gutes auf den Weg bringen und erfolgreich umsetzen können.

Ich denke oft: Entscheidungen sind dann gut, wenn sie lange nachwirken. Nicht nur kurzfristig, sondern langfristig. Wenn unsere Kinder und Enkel irgendwann sagen können: „Das habt ihr gut entschieden“, dann haben wir vieles richtig gemacht.

Pfaffenhofen ist ein großartiger Ort. Eine großartige Gemeinde. Hier gibt es so viele Menschen, die sich für die Gemeinschaft engagieren und Tag für Tag Großartiges bewirken. Dieser Ort ist unsere Heimat. Das sollten wir uns immer vor Augen führen. Unser gemeinsames Ziel soll sein diese gemeinsame Heimat gut aufzustellen für die Zukunft und für die kommenden Generationen.

Es ist ein absolutes Privileg, dass wir hier sitzen dürfen, dass wir diese Verantwortung erhalten haben. Dass wir gewählt wurden, dass wir diesen Vertrauensvorschuss bekommen haben, um unsere Heimat zu gestalten. Also sollten wir auch nicht länger warten: gehen wir gemeinsam ran ans Werk.

Vielen Dank.

 

- Es gilt das gesprochene Wort - 

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