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Bunter Abend 2006

Theater, Theater

Viel Theater fürs Geld gab es bei den ‚Bunten Abenden’ des Liederkranzes Pfaffenhofen. Über drei Stunden beste Unterhaltung wurden vom Moderatorenpaar Uschi Wikorill und Alfred Winkelhofer präsentiert. Der erste Programmpunkt wurde von Uschi Wikorill auch gleich mit "Liebe, Royals, heile Welt“ thematisiert. Der schauspielernde Nachwuchs des Gesangsvereins durfte ran und das Drama „Der hartherzige König“ präsentieren. Zu sehen war die glücklose Liebe des Herzogs zur Prinzessin. Dem Happyend stand der Hartherzige König im Weg. Das schreckliche Ende konnte nicht einmal der dusslige Thronfolger verhindern. Bestes Kabarett um die Begebenheiten in Pfaffenhofen präsentierten die „Rohrspatzen“ verpackt in eine realityshow mit dem Namen „Chiro Guck“. Direkt im OP konnte Professor Dr. Sägeberg und sein Team bei ihrer schwierigen Arbeit beobachtet werden. Zuerst wurde das zart besaitete Publikum mit einem „Brechbesteck“ versorgt. Ärztlich versorgt wurde ein Patient mit der Berufsangabe ‚Schultes von Pfaffenhofen’. Nach der obligatorischen Frage ‚Was fehlt denn?’ kam die prompte Antwort ‚Geld!’. In Liedform wurde dann so allerlei aufs Korn genommen, von der „kleinen Kneipe“ die es in Pfaffenhofen nicht mehr, über die „Hundescheiße am Kellerberg“ bis zur „Bannmeile am Rathaus“. Die schwierige Berufswahl von Raimund Alker -Webdesigner oder Pfarrer war ebenso Thema die Verschiebung des heurigen Marktfests. Bei den Vereinsringmitgliedern wurde „hochgradiger Realitätsverlust“ diagnostiziert, da sie ein Endspiel mit deutscher Beteiligung für möglich halten. Damit der Bürgermeister sowohl dem Marktfest als auch dem Gebetstag mit dem Besuch des neuen Bischofs Walter Mixa, die am selben Wochenende stattfinden, gerecht werden kann, muss er chirurgisch zweigeteilt werden. Einen praktischen Nebeneffekt hat das ganze dann auch. Eine Hälfte könne man dann anschließend nach Weißenhorn schicken,  die wären auch mit einem halben Walz noch zufrieden. Wie wichtig Kaminkehrer zum Glück sind, das beschrieb das Gesangsduo Kurt Istl und Gerhard Heinevetter in den höchsten Tönen und im passenden Outfit. Die grassierenden Castingshows wurden auf die Schippe genommen beim Auftritt von Angelika Bader und Erika Baur als streitbare Primadonnen die sich dem Urteil des Impressarios, dargestellt von Josef Schmid stellten. Zwerchfellerschütternd wurden die Schwierigkeiten eine Theaterautors dargestellt, der den unterschiedlichen Erwartungen seiner Darstellerschar gerecht werden soll. Am Ende soll dann eine ‚Komede’ herauskommen in der Sissi und Suleika, Miss Marple und der Scheich, der Wilderer, der Jäger, der Hund, die Leiche, das Rotkäppchen und der Wolf ihren Platz haben. Ein guter Schluss krönt alles, diesem Motto folgt seit langem die ‚letzte Nummer’. Neu war heuer die Besetzung, Uli Grebenstein hatte als neuen Partner Matthias Braun zur Seite. Ein Lied aus ganz alten Zeiten, dargeboten mit Frack und Lederhose, begeisterte das Publikum. Der Lohn für alle Akteure war lang anhaltender Schlussapplaus.

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