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Ein Marktfest der Superlative

Das 25. Marktfest sollte ein ganz besonderes werden. Nicht nur das Marktfestjubiläum sollte angemessen gefeiert werden, dieses Wochenende sollte auch einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Gemeinde darstellen. Bereits die Freitagnacht stand ganz im Zeichen des Rückblicks. Unter dem Motto "Back to the roots" waren drei Bands aufgeboten, die mit ihrer Musik die jüngere Vergangenheit Pfaffenhofens und des Marktfests geprägt hatten. 'Santa Fee', 'Just for fun' und 'Scarabeus' waren angetreten den Pfaffenhofenern und ihren Gästen einzuheizen. Von der Witterung her gesehen, war das auch schwer notwendig. Kühles und windiges Wetter ließ erstmal keine Sommernachtsstimmung aufkommen. Aber die wild zum Feiern entschlossenen Pfaffenhofener trotzten den widrigen Bedingungen und strömten zum Festplatz. Als pünktlich um19.45 Uhr von Bürgermeister Josef Walz und Bischof Father John, der zur Zeit zu Besuch in Pfaffenhofen weilt, das erste fass angestochen wurde, war der Festplatz schon sehr gut gefüllt. Keine halbe Stunde später war schon so gut wie kein Sitzplatz mehr frei und der Pfaffahofer Urtrunk floss trotz des nicht gerade durstigen Wetters in Strömen. Wer sich nicht rechtzeitig in die Bar begeben hatte, war chancenlos bis an den Tresen vorzudringen. Als dann Scarabeus auftraten blieb manchem aus der jüngeren Generation glatt der Mund offen, wie es die 'Rockopas' noch drauf haben. Höhepunkt und begeisterndes Finale war der gemeinsame Auftritt aller drei Bands zum Schluss. Das begeisterte Publikum wollte Zugabe um Zugabe.

Zum zweiten Mal fand am Samstagnachmittag das Seifenkistenrennen, organisiert vom MSC Al Corsa, statt. Über 40 Teilnehmer kämpften um den Wimmer-Cup, gestiftet vom gleichnamigen Autohaus. Die Nase vorn bei den Erwachsenen hatte am Schluss Arthur Fritz, gefolgt von Michael Schreiber und Werner Schmid. In der Jugendklasse waren Bernhard Dobriansky, Jakob Kräß und Marc Hackenberg erfolgreich. Der Schnellste in der Kinderklasse war Florian Vetter. Den zweiten Platz belegte Mario Fritz, der dritte Rang gehörte Jeffrey Spiegler. Vom Seifenkistenrennen konnte man direkt auf den historischen Markt bummeln, der heuer als zusätzliche Attraktion zum Jubiläumsjahr aufgeboten war. Mit viel Mühe und Liebe zum Detail hatten eine Vielzahl von Gruppen auf dem Seitz-Gelände ihre Stände aufgebaut. Vom Drechsler über den Schmied, den Schäfer bis zur Baderstube war alles geboten. Die Rothtal-Landfrauen hatten altes landwirtschaftliches Gerät mitgebracht und in einem aufwändig dekorierten Stand landwirtschafliche Produkte und schöne Bastelarbeiten angeboten. Die Kinder konnten sich beim Sackschlagen austoben, wer Lust hatte konnte sich eigenhändig eine Erinnerungsmünze prägen oder mit der Armbrust auf die Wildsau schießen. Gaukler zeigten ihre Künste und die Gruppe Tandaradei aus Welden spielte mittelalterliche Weisen auf historischen Instrumenten. Samstag und Sonntag schoben sich Massen von Besucher über den von Klaus Maucher organisierten Markt und hatten ihre helle Freude daran. Am Samstagabend stand dann ein weitres Schmankerl auf dem Programm. Das Bodenseequintett, bekannt aus Funk und Fernsehen, hatte seinen Auftritt. Mit einem höchst virtuosen und breit gefächerten Programm gelang es ihnen mühelos das kritische und verwöhnte Pfaffenhofener Publikum für sich zu begeistern. Auch an diesem Abend waren die Bürger noch nicht feiermüde und füllten den Platz erneut bis auf den letzten Platz.

Am Sonntagmorgen begann das Fest mit etwas ganz Besonderem. Der Fest- und Motorradgottesdienst wurde anlässlich des Jubiläums als ökumenischer Gottesdienst auf dem Festplatz gefeiert. Auch da waren alle Bankreihen gefüllt. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musikverein Kadeltshofen und dem Gospelchor 'Joyfull Voice' gestaltet. Das Thema Ökumene wurde mit dem Darbietung von Pantomimen anschaulich gemacht. Ein Rollenspiel zum Thema Vorsicht und Rücksicht im Verkehr wandte sich besonders an die zahlreichen anwesenden Motorradfahrer. Dann wurde Körbe mit Brot verteilt. Jeder zweite bekam ein Stück Brot und teilte es mit seinem Nachbarn. Nach dem Gottesdienst äußerten viele Besucher die Meinung, dass sie noch selten ein Gottesdienst so berührt habe. Dann machen sich etwa 400 Motorradfahrer, so viele wie schon lange nicht mehr, auf den Weg des Corsos, dessen Organisation wie immer in den bewährten Händen der Mitglieder des MSC Al Corsa lag. Auf dem Festplatz begann derweil die Countryband 'Cadillac Cowboys' das Publikum in Schwung zu bringen. Der Zustrom an Gästen riss nicht ab, es wurde kräftig gegessen und getrunken und so mussten erste Essenstände schon gegen 14 Uhr 'ausverkauft' melden. Das war noch nie da. Schnell wurde Nachschub beschafft, damit auch die hungrigen Mäulern am Abend noch versorgt werden konnten. Nach den 'Cadillac Cowboys' hieß es dann Bühne frei für den 'Marktplatz der Talente'. Den Anfang machte der Kindergarten Sonnenschein mit einer Show von historischen Turnern. Die Kinder mussten ihren Auftritt für das hingerissene Publikum gleich noch mal wiederholen. Das Damentrio 'Querbeat' sorgte mit tollen Oldies für Stimmung. Sie wurden gefolgte von Gauklern und Musikanten. Dann präsentierte sich die Jugendkapelle Pfaffenhofen / Holzheim und zeigte gekonnt mit modernen Stücken eine ganz andere Seite der Blasmusik. Den Abschluss bildete dann der schon traditionelle Auftritt des Musikvereins Pfaffenhofen.

Noch nie waren auf einem Marktfest so viele  Besucher zu verzeichnen. Alleine am Sonntag kamen schätzungsweise 5000 aus nah und fern. Noch nie spielten so viele Musikgruppen, nämlich zehn, auf dem Fest und auch die Zahl an sonstigen Attraktionen war so hoch wie nie. Die veranstaltenden Vereine der Marktfestgemeinschaft mit ihren vielen freiwilligen Helfern haben den Bürgern Pfaffenhofens, den vielen Gästen aus den Nachbargemeinde und sicher auch sich selbst ein wunderbares Jubiläumsmarktfest geschenkt, das sicher lange Zeit unübertroffen bleiben wird. 

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