Einweihung Marienfriedkirche

Gelungene Neugestaltung
Vom schlechten Wetter ließen sich die Gläubigen nicht abhalten und kamen in großer Zahl zur Einweihung der neugestalteten Kirche in Marienfried. Nicht nur die neue Kirche war vollbesetzt, auch in den Gängen, dem Vorraum und vor der Kirche standen die Menschen. Bischof Konrad Zdarsa war gekommen um in einem feierlichen Pontifikalamt die neue Kirche zu weihen. Er segnete das gesamte Gotteshaus und salbte die Wände, indem er an verschiedenen Stellen das Kreuzzeichen aufbrachte. Auch der Altar wurde gesegnet und gesalbt, zuvor waren im Altar Reliquien der Heiligen Theresia vom Kinde Jesu beigesetzt worden. An fünf Stellen wurde danach Weihrauch auf dem Altar entzündet. Diese fünf Stellen sind Symbol die fünf Wunden Jesu und sollen sichtbare Zeichen für das Geheimnis Christi und der dreifaltigen Kirche sein. In seiner Festpredigt nahm Bischof Zdarsa das Thema Neubau auf. Er sprach von der Gemeinde als „lebendige Bausteine“, aus der die Kirche aufgebaut werde. Er zitierte aus einem Kirchenlied „Herr Gott, Dein Haus ist unser Haus, wir gehen in Freude ein und aus“ und bezog den Text auf die Anwesenden: Die Gemeinde sei teilweise von weit her gekommen, um dabei zu sein, wenn Gott sein neues Haus des Gebetes, die neu erstrahlende Kirche in seinen Dienst nehmen wolle. Nach dem Gottesdienst fanden Begegnungen verschiedener religiöser Gruppen vor der Kirche mit dem Bischof statt. Danach ergriff Landrat Erich Josef Geßner das Wort. Er bedauerte in seiner Rede, dass die Menschen sich heutzutage so aufgeklärt fühlten, dass nur noch wenige Zugang zur Kirche fänden. Er selbst empfinde die Kirche als einen Ort der Geborgenheit und Freiheit. Vom Landkreis Neu-Ulm könne er zwar kein Geschenk bringen, aber in seiner Eigenschaftals Vorsitzender des Verwaltungsrats der regionalen Sparkasse übergab er Direktor Henkel einen Scheck in Höhe von 5000 Euro. Bürgermeister Josef Walz erinnerte daran, dass die bisherige Notkirche mehr einer Turnhalle als einem Gotteshaus geglichen habe. Jetzt aber erstrahle die Kirche in neuem Glanz. Angesichts der herrschenden Religionsmüdigkeit sei eine Kircheneinweihung „quer zum Trend“, so Walz. Vor der Kirche konnten Erinnerungen an die feierliche Einweihung erworben werden. Der „Marienfriedtaler“ in Gold, Silber und Bronze war eigens als Andenken an die Einweihung geprägt worden. Auch die kunstvoll in Wachs gegossenen, voll erblühten roten Rosen waren schnell ausverkauft. Im Zelt, das während der Bauzeit als Ausweichkirche gedient hat wurde dann von den Gästen ein gemeinsames Mittagessen eingenommen.