Einweihung Obstbaummuseum

Ein lebendes Museum
Zum Jubiläumsjahr gab es ein kleines Geschenk für Pfaffenhofen. Im Eschach wurde ein Museum eröffnet. Keines von der Sorte, in dem jede Menge tote Gegenstände vorzufinden sind. Nein, ein ausgesprochen lebendiges Museum, bestückt mit 91 Obstbäumen.
Begonnen hatte alles im Jahre 1995, als Anton Maier mit Freunden ein paar schmale Wiesen pachtete. Die sprachen andere Freund und Bekannte an, ob sie nicht auch einen Obstbaum pflanzen wollten und rasch fanden sich viele, die bereit waren mit zu machen. So wurden auf dem rund einen Hektar großen Gelände 74 verschiedene Apfelsorten, 9 Birnensorten, 4 Zwetschgensorten und 4 Kirschsorten gepflanzt. Ausgewählt wurden lauter alte, vom Aussterben bedrohte Sorten, die in dieser Vielfalt wohl weit und breit nicht zu finden sind. Alle Bäume sind mit einer kleinen Tafel mit Nummer und dem Namen der Obstsorte versehen. So gibt es zum Beispiel den "Geflammten Kardinal", gepflanzt von Pfarrer Georg Egger oder den "Adamsapfel" von Bürgermeister Josef Walz. Seine Heimat im Museum hat auch der "Pfaffenhofener Schmelzling" gefunden, der um 1900 herum in der Pfaffenhofener Bezirksbaumschule von Benedikt Beyer gezüchtet wurde.
Offiziell zum Museum erklärt wurde die Streuobstwiese mit der Enthüllung einen großen Infotafel. Auf dieser ist zum Beispiel der Lageplan und das Obstbaumverzeichnis zu finden, damit sich der Besucher rasch orientieren kann, wenn er sich für eine bestimmte Sorte interessiert. In einem Kasten an dieser Infotafel findet sich die so genannte "Obstlerbibel". In ihr ist jeder einzelne Baum genau beschrieben. Auch an eine Gästebuch wurde gedacht. Nach der Enthüllung würdigte Bürgermeister Josef Walz in einer kleinen Ansprache die Leistung, die diese Bürgerinitiative, ganz ohne Zuschüsse, zuwege gebracht hatte. Anton Maier und Otto Maaß erhielten als kleinen Dank einen Marktkrug überreicht. Das neue Museum musste dann noch ausgiebig gefeiert werden. Etwa 350 Gäste labten sich bis spät in die Nacht mit Pfaffenhofer Urtrunk, selbstverständlich Apfelmost, Leckerem vom Grill, Kaffee und Kuchen. Es mangelte auch nicht an Attraktionen für Groß und Klein. Von der Pferdekutschenfahrt, Pony reiten, Streichelzoo, Bulldog-Oldtimer bis zur Bocciabahn war alles geboten.






















