Eiserne Hochzeit Ehepaar Werwein

65 Jahre verheiratet
Am 6. März 1939, also vor genau 65 Jahren, schlossen Leonhard und Genofeva Werwein in der Pfarrkirche zu Pfaffenhofen den Bund fürs Leben. Diese Leben dauert nun bei Leonhard Werwein schon 92 Jahre, bei seiner Frau Genofeva 91 Jahre. Dass in diesem hohen Alter mit der Gesundheit leider nicht mehr alles zum Besten steht ist zwar nicht ungewöhnlich aber trotzdem ein Wermutstropfen im Leben der beiden Eheleute. Ein Oberschenkelhalsbruch bei Genofeva Werwein hat dazu geführt, dass sie ins Altenheim nach Weißenhorn umziehen musste. Dadurch können die Beiden nicht mehr gemeinsam in ihrem Haus im Molkereiweg wohnen. Leonhard Werwein besucht sie jedoch dort mindestens dreimal de Woche zusammen mit den Angehörigen. Kennen gelernt haben sie sich in der Mühle in Beuren. Genofeva arbeitete dort als Hausmädchen, Leonhard hatte dort Maurerarbeiten zu erledigen. Bald war das zarte Band der Liebe geknüpft und die Hochzeit ausgiebig im Gasthaus "Linde" in Erbishofen gefeiert. Bald darauf verschlug es den frischgebackenen Ehemann zur Kriegsmarine. Von dort kehrte er glücklicherweise auf den elterlichen Bauernhof nach Erbishofen zurück. Diesen bewirtschaftete das Ehepaar gemeinsam. Dazu arbeitet Leonhard Werwein als Maurer und auch noch als Fleischbeschauer. Die Ehe war mit zwei Söhnen und einer Tochter gesegnet. Daraus entsprossen bis heute sechs Enkel und drei Urenkel. Vor 35 Jahren übernahm ein Sohn den Hof und die Beiden zogen ins Austragshaus im Molkereiweg. Dort zogen sie sich ihr eigenes Gemüse, speziell auch Knoblauch. Dessen lebensverlängernde Wirkung zeigt sich bei dem Jubelpaar ganz deutlich. Ein Erreichung eines hohen Alters ist ja auch Grundvoraussetzung damit ein solch seltenes Ehejubiläum zusammen feiern kann. Da sind Glückwünsche natürlich angebracht. Die vom bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber überbrachte Bürgermeister Josef Walz. Als besondere Ehrengabe konnte er eine vergoldete Silbermünze mit dem Abbild der "Patrona Bavariae" überreichen. Selbstverständlich gab es auch im Namen der Marktgemeinde die besten Wünsche, dazu als Geschenk einen Blumenstrauß, Honig aus Pfaffenhofen und eine Flasche Jubiläumssekt.
