Engagierter Vertreter der Jäger

Josef Batke erhält Bundesverdienstmedaille
Landrat Erich Josef Geßner hat am Mittwoch Josef Batke aus Biberberg, Markt Pfaffenhofen, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Batke hat sich über 40 Jahre in vielfältiger Weise ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt, unter anderem für die Kreisjägerschaft, bei den Schützen und als Mitglied im Marktgemeinderat Pfaffenhofen. Nach der Jägerprüfung im Jahre 1954 engagierte sich Batke zugleich in der Kreisgruppe Neu-Ulm des Landesjagverbandes Bayern. Von 1966 bis 1988 wirkte er als stellvertretender Vorsitzender und übernahm dann bis 1998 den Vorsitz. „Mit ihrer Eigenschaft, Kompromisse zu finden, haben Sie als Bindeglied zwischen der Jägerschaft, der staatlichen Forstverwaltung und dem Landratsamt Neu-Ulm als Untere Naturschutzbehörde fungiert und waren ein anerkannter Gesprächspartner für Behörden und Naturschutzvereine“, würdigte Geßner das Engagement von Josef Batke. Sein Verdienst sei es auch, dass es nach der Gebietsreform 1972 gelungen ist, die beiden ursprünglich selbständigen Gruppen Illertissen und Neu-Ulm zu einer Kreisjägerschaft zusammenzuführen. Batke gehörte 1958 zu den Gründungsmitgliedern des Jagdhornbläserkorps Nord und hatte sich in Fachkreisen auch als Hundefachwart der Kreisgruppe der Jäger einen Namen gemacht. Dieses Amt übte er von 1958 an bis Mai diesen Jahres aus. „Sie haben die Kurse und Prüfungen im Landkreis Neu-Ulm und in Schwaben mit eingeführt und sie damit populär gemacht“, hob Geßner hervor. Große Verdienste hat Batke auch bei der Ausgestaltung der Partnerschaft der Landkreise Neu-Ulm und Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt. Er schloss einen Patenschaftsvertrag mit der dortigen Jägerschaft ab und trug so mit dazu bei, dass das bayerische Jagdrecht in Sachsen-Anhalt eingeführt wurde. Im Griffon-Club Deutschland, einer bundesweiten Organisation für die Zucht von Jagdhunden, übte er von 1970 bis 1989 das Amt des stellvertretenden Hauptzuchtwarts und Obmanns für den Richternachwuchs aus. Für seine Verdienste um die Jägerschaft hat ihn die Kreisgruppe Neu-Ulm zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Darüber hinaus war Josef Batke von 1953 bis 1983 Schützenmeister des Schützenvereins Biberberg/Balmertshofen. „Während Ihrer Ära gehörte der Schützenverein Biberberg/Balmertshofen zu den aktivsten und erfolgreichsten Sportvereinen im Rothtalschützengau“, so Geßner. Batke sei es gelungen, die örtliche Jugend durch die Begeisterung für den Schützensport in die Dorfgemeinschaft einzubinden, was in der damaligen Zeit sehr schwierig und selten gewesen sei. Trotz dieses schon vielfältigen Engagements fand Josef Batke, der 1926 in Peisdorf im Sudetenland geboren ist, auch noch die Zeit, sich für Biberberg und nach dessen Eingliederung für den Markt Pfaffenhofen kommunalpolitisch zu engagieren. Von 1960 bis 1972 machte er sich als Mitglied des Gemeinderats Biberberg dafür stark, dass die beiden Ortschaften Biberberg und Balmertshofen sich als Einheit fühlten. Im Marktrat Pfaffenhofen setzte er sich von 1972 bis 1990 insbesondere für die Belange von Biberberg und Balmertshofen ein. „Ihr Engagement ist außergewöhnlich, denn Sie haben sich über einen überdurchschnittlich langen Zeitraum dem Ehrenamt in den verschiedensten Bereichen verschrieben und sich damit höchste Verdienste um das Allgemeinwohl erworben“, sprach ihm Landrat Geßner Dank und Anerkennung im Namen des Landkreises Neu-Ulm aus.