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Erbishofener Feuerwehrleute reihen sich bei Pfaffenhofener Wehr ein

Nach 90 Jahren der Selbstständigkeit schloss sich die Feuerwehr Erbishofen wieder der Pfaffenhofener Wehr an, der sie schon von ihrer Gründung im Jahre 1889 bis zum Jahr 1910 angehörte. Auf einer eigens einberufenen Versammlung unterschrieben die Kommandanten, Karl Hornung für die Erbishofener und Mathias Stölzle für die Pfaffenhofener Wehr, das Dokument, das die Auflösung der Erbishofener Ortsteilwehr und ihre Eingliederung in die Pfaffenhofener Feuerwehr besiegelte. Die Grundlage dafür war eine Abstimmung unter den Feuerwehrleuten, die ein einstimmiges Votum für die Eingliederung ergab. Die Gründe, die zur Eingliederung führten wurden von Bürgermeister Josef Walz angesprochen. Besonders tagsüber sei die erforderliche Mannschaftsstärke, die nach dem Feuerwehrgesetz 18 Leute beträgt, nicht mehr gewährleistet. Mit der Verschmelzung ginge eine lange Tradition der Erbishofener Feuerwehr zu Ende. Eine Aufgabe von hohem Rang habe die Wehr mit dem Feuerschutz und der Brandbekämpfung bisher erfüllt, betonte Josef Walz. Dafür sprach er den Feuerwehrleuten Respekt und Anerkennung aus. Der Mut, die Fusion zu vollziehen, ehre die Verantwortlichen, da er ihnen sicher nicht leicht gefallen sei.

Kreisbrandrat Walter Bestle betonte, dass die Hilfsfrist von 10 Minuten eingehalten werden könne, da ja Pfaffenhofen und Erbishofen quasi ineinander übergingen. Er sieht die Verschmelzung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es sei klar, dass durch eine Konzentration der Kräfte Kosten zu sparen seien, andererseits das Personal vor Ort immer am schnellsten an der Brand- oder Unglücksstelle sein könne. 

"Bereits vor sechs Jahren haben wir uns Gedanken über den Fortbestand der Wehr gemacht", sagte der Erbishofener Kommandant Karl Hornung. Damals sei bei Jugendlichen der Eintritt in die Pfaffenhofener Wehr befürwortet worden. dadurch habe sich natürlich die Personalstärke immer mehr reduziert.

Einer dieser Jugendlichen war der jetzige Pfaffenhofener Kommandant, Mathias Stölzle, der aus Erbishofen stammt und auch dort wohnt. "Er freue sich über jeden Mann, der seine Uniform in das Pfaffenhofener Feuerwehrhaus hänge", so warb Mathias Stölzle um den Eintritt der Erbishofener Leute in seine Wehr. 

Anschließend spendierte die Marktgemeinde ein Essen. Während Kommandant Karl Hornung - wie bei einem Leichenschmaus üblich - eher zu Bratwürsten tendierte, hätte Bürgermeister Josef Walz eine Hochzeitssuppe lieber gesehen. Die Wirtin servierte dann - zu aller Zufriedenheit - diplomatisch Schnitzel mit Salat.

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