Sprungziele

Eugen Schenk 25 Jahre Feldgeschworener

Landrat Erich Josef Geßner und Vermessungsdirektor Peter Lauber vom Vermessungsamt Günzburg haben in einer Feier im Landratsamt Neu-Ulm Feldgeschworene für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Bereits seit 40 Jahren ist Kurt Häussler aus dem Neu-Ulmer Ortsteil Reutti als Feldgeschworener tätig. Landrat Geßner überreichte ihm sowie Ernst Gerstlauer (Roggenburg-Biberach) und Eugen Schenk aus Pfaffenhofen, die seit 25 Jahren im Einsatz sind, Ehrenurkunden des Bayerischen Staatsministers der Finanzen. Ein Vierteljahrhunder als Feldgeschworene aktiv sind auch Georg Botzenhardt aus Neu-Ulm sowie Josef KastAnton Eberle und Walter Gerstlauer aus Roggenburg, die an der Ehrung nicht teilnehmen konnten. „Als ortsansässige Bürger, die mit ihrer Gemeinde vertraut sind, erfüllen Sie auch unter den Bedingungen des modernen Vermessungswesens Mittlerfunktionen zwischen Staat, Vermessungsbehörde, Kommune und Bürger“, würdigte Landrat Geßner die Verdienste der Feldgeschworenen. Der Feldgeschworene werde auch in einem EDV-gesteuerten Liegenschaftswesen künftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Grundeigentums und für den nachbarlichen Grenzfrieden erbringen, zeigte sich Geßner überzeugt. Die Person des Feldgeschworenen sei ein Symbol für die orts- und bürgernahe kommunale Eigenständigkeit. Bayernweit sind rund 20.000 Feldgeschworene tätig, in Schwaben allein 2.400. Das Amt des Feldgeschworenen gehört zu den ältesten Ehrenämtern der kommunalen Selbstverwaltung. Als Partner der Vermessungsämter haben Feldgeschworene beispielsweise die Aufgabe, Grenzzeichen zu setzen oder entfernen, sie auf ihre richtige Lage hin zu überprüfen, zu sichern oder zu erneuern. Mit 570 Feldgeschworenen liege der Bezirk des Vermessungsamts Günzburg an der Spitze, hob Vermessungsdirektor Peter Lauber hervor. „Ihre Arbeit erfordert nicht nur ein klares, nüchternes Urteil und ein angemessenes Auftreten, sondern darüber hinaus auch ein bedeutsames Maß an technischem Können und verwaltungsmäßigem Wissen“, würdigte Lauber die Arbeit der Feldgeschworenen. Als Dankeschön überreicht er Raritäten aus dem Archiv des Vermessungsamtes: Reproduktionen von Uraufnahmen aus den Heimatorten der Geehrten, die während der ersten amtlichen Vermessung in Bayern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden sind.

Nachricht teilen