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Gelungenes Doppeljubiläum

Wie man es auch machen kann zeigten der Veteranen- und Reservistenverein und der Schützenverein Pfaffenhofen. Sie feierten ihr Jubiläum gemeinsam. Die Veteranen konnten auf 125 Jahre Bestehen zurückblicken, der Schützenverein hat 90 Jahre auf dem Buckel. Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einem Festzug der Vereine zur Pfarrkirche St. Martin  und einem Festgottesdienst. Nach dem Gottesdienst wurde der Verstorbenen der Weltkriege am Ehrenmal gedacht. Bei prachtvollem Wetter wurde dann zur Hermann-Köhl-Schule marschiert. Hier wurden die Vereinsabordnungen und Gäste von den Böllerschützen mit kräftigem Salut begrüßt. In seiner Festansprache sagte Bürgermeister Josef Walz, dass die Schützenvereinigungen ursprünglich zum Schutz der Heimatorte gegründet worden seien. Veteranen- und Reservistenvereine böten ehemaligen Soldaten und Kriegsheimkehrern einen wichtigen Anlaufpunkt, wo sie Geselligkeit und Kameradschaft finden können. Die jüngsten weltpolitischen Veränderungen die zur Teilnahme deutscher Soldaten an internationalen Einsätzen geführt hätten zeigten, dass Veteranenvereine auch heute noch wichtig seien, so Walz weiter. Besonders zu loben sei, dass beide Vereine das Brauchtum pflegten und so zum Zusammenhalt der Gemeinde beitragen. Der stellvertretende Landrat Roland Bürzle betonte den Wert der generationsübergreifenden Strukturen und Aktivitäten der Vereine. Der Vorsitzende der Veteranen Josef Klemm lies die Geschichte sein Vereins Revue passieren. Vor 125 Jahren war es ein Bedürfnis vieler Soldaten, einer Gemeinschaft Gleichgesinnter anzugehören, daher gehörten ein Jahr nach Gründung dem Veteranenverein bereits 88 Männer an. Das bekannteste Mitglied, der Ozeanflieger Hermann Köhl, wurde 1929 Ehrenmitglied. Im Lauf der Zeit habe sich der Vereinszweck allerdings geändert, sagte Klemm. Der Verein wurde auch zur Anlaufstelle für Reservisten. Darum wurde 1986 eine Reservistengemeinschaft gegründet. Der Verein, der 116 Mitglieder zählt, bekam damit seinen heutigen Namen. Ein besonderes Geschenk bekam Bürgermeister Josef Walz für die Marktgemeinde überreicht, ein Gefallenenbuch. Es wurde von Josef Klemm erstellt. Die Geschichte des Schützenvereins zeigte Hans Kast auf. 1921 in der damals als Brauerei Mahler bekannten Taverne gründete sich der Schützenverein. Auch das Übungsschießen fand im Gasthaus statt: Vom Nebenzimmer über die Küche in die Waschküche, um eine möglichst lange Schussbahn zu bekommen. Nach dem Verbot während der Kriegs- und Nachkriegszeit wurde der Verein 1950 wieder gegründet. Diesmal in der Brauerei Seitz. 1974 wurde das erste Marktpokalschießen ausgerichtet. Es ist bis heute einer der Höhepunkte im Jahreskalender der acht teilnehmenden Vereine. 1992 wurde gemeinsam mit dem Sportverein ein gemeinsames Sport- und Schützenheim gebaut. Vier Jahre später richtete der SV das Gauschießen des Unterrothtalgaus aus. Seit 2003 gibt es eine Bogenschießgruppe, die sich seither großer Beliebtheit erfreut. Heute zählt der Verein 175 aktive Schützen. Anschließend wurden die Schützenkönige und Vereinsmeister proklamiert. Eine besondere Ehre wurde Josef Wiedemann zuteil, er wurde zum Ehrenmitglied der Schützen ernannt. Josef Klemm von den Veteranen wurde von der Landesgruppe des Reservistenverbandes die Ehrennadel in Silber verliehen.

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