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Gemeinsame Feier, tolle Feier

Ein festlicher Gottesdienst, gestaltet von der Musikgruppe „Andante“ bildete den Auftakt zu den gemeinsamen Jubiläumsfeierlichkeiten von Musikverein und Schützenverein Pfaffenhofen. Zehn Jahre Alter trennt die beiden Jubilare, vor 90 Jahren wurde der Musikverein gegründet, vor 80 der Schützenverein. Zuvor war ein festlicher Zug von der Hermann-Köhl-Schule mit Fahnen, Ehrengästen, Schützen und Musikern zur Kirche gezogen. Nach dem Gottesdienst gings dann zur Schule zum Festakt zurück. Die beiden gastgebenden Vereine konnten nicht über einen mangel an Gästen klagen, gaben ihnen doch unter anderem Landrat Erich Josef Geßner, der Vorsitzende des Bezirks 9 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes Franz Clemens Brechtel, die stellvertretende Bezirksschützenmeisterin Andrea Merkel und Gauschützenmeister Raimund Merkel vom Unterrothtalschützengau. Gleich beim Eingang der Aula erwartete die Gäste eine Überraschung. Hier war eine „Kulturecke“ aufgebaut, die die Geschichte der Vereine mit alten Trachten, Schützenscheiben, Instrumenten und insbesondere einer sehr schönen Chronik illustrierte. Die andere Seite der Bühne wurde von einer kleinen Besetzung des Musikvereins in Beschlag genommen, die den Abend musilalisch umrahmte. Was die Schützen auszeichne seien Leistungsbereitschaft, Kameradschaft und Mannschaftsgeist, meinte Bürgermeister Josef Walz. Zudem besässen sie die Tugenden innere Ruhe, Disziplin und Gelassenheit. Zum Jubilar Musikverein meinte er, dass die Musik die er schaffe eine Bereicherung des Lenbens darstelle. Er möge sich festtage ohne diese Musik nicht vorstellen. An diesem gemeinsamen Jubiläum könne man erkennen, wie vorbildlich das gesellschaftliche Leben und das Zusammenwirken der Vereine in Pfaffenhofen funktioniere, so befand Landrat Geßner. Er nannte die Vereine gar die Edelsteine der Kommunen. Den Reigen der Gratulanten setzten fort: der Vereinsringvorsitzende Karlheinz Thoma, Schützenmeister Franz Abt von den Schützen Roth-Berg, der Vorsitzende des Sportvereins Jakob Eberle für die Nachbarn des Schützenvereins, den SVP und den TCP. In der darauf folgenden Pause erfrischten sich die Gäste bei einem kleinen Umtrunk und Imbiss. Danach erwartete sie ein Glanzlicht des Abends. Der bekannte Heimatdichter Klaus Maucher schaffte es, die üblicherweise trockene Materie einer Vereinschronik fesselnd und amüsant an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Eingebettet in die Zeitgeschichte, illustriert durch Begebenheiten aus der Lokalgeschichte und angereichert mit so mancher persönlichen Randbemerkung geriet sein Vortrag zu einem plastischen Bild. Dafür wurde er mit begeistertem Beifall belohnt. Den Schlusspunkt setzten dann zahlreiche Ehrungen. Beim Musikverein erhielten Melanie Reiter, Daniel Ritter, Stefanie Hornung, Stefan Keder und Sami Ateia die Urkunde für die bestandene Bläserprüfung D vom Bezirksvorsitzenden Brechtel überreicht. Eine Ehrung für 10- und 15-jähriges Musizieren erhielten Iris Walz und Dorothea Hartmann. Auch passive Mitglieder sind wichtig und so wurden Hermann Bischof, Walter Bojowald, Julius Hartmann, Johann Stegherr, Johann Wöhrele und Alois Uhl  für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Zum Ehrenmitglied wurde Ludwig Sailer ernannt, der 30 Jahre beim Musikverein musiziert hat und als Schriftführer und Chronist tätig war. Auch der Schützenverein hat verdienstvolle Mitglieder. Hier wurden Stefan Wiedemann, Otto Wiedemann und Josef Waltenberger für ihre Verdienste mit dem Protektoratsabzeichen in Gold ausgezeichnet. Lothar Seyser, Felicitas Menzel und Markus Gorsch erhielten für treue Mitarbeit eine Ehrennadel. Die Verdienstnadel erhielten Thomas Loska, Hans Schweier, Herbert Müller, Bernd Wiedemann und Maria Kast. In Gold erhielt die Ehrennadel Erich Pollak, in Grün Herbert Hinz, Stefan Loska und Markus Schmid. Eine Überraschung in Form einer Uhr mit dem Vereinsemblem erwartete die langjährigen Mitglieder der Vorstandschaft Ernst Konrad der 39 Jahre im Vereinsausschuss war, Helmut Stölzle für 37 jahre Tätigkeit als Schatzmeister, Olaf Loska für 34 Jahre Vereinsausschuss und Hans Müller der dem vereinsausschuss 28 jahre angehörte. Die gleiche Vereinsuhr erhielt zuletzt noch die Luftpistolenmannschaft, die erneut Meister in der Bezirksoberliga wurde und demnächst in der Oympiaschiessanlage in Hochbrück um den Aufstieg in die Landesliga. Die Veranstaltung klang mit einem zwanglosen Beisammensein der Gäste aus.

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