Großer Empfang für Pfarrer Alker

Lange hat es gedauert bis die Kirchengemeinden Pfaffenhofen und Beuren mit den Filialen Diepertshofen, Niederhausen, Roth und Balmertshofen einen neuen Pfarrer bekamen. "Gott sei Dank bekommen diese Gemeinden wieder einen Priester", sagte Dekan Mattes beim Einführungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Aufregung sei groß gewesen, als der zunächst für Pfaffenhofen bestimmte Pfarrer Dr. Thomas Kreutzer abgesagt habe. Umso größer sie die Freude nun. Kirchenpfleger Matthias Braun meinte es sei ein ereignisreiches Jahr: "Ein neuer Papst, ein neuer Bischof und ein neuer Pfarrer für Pfaffenhofen", und übergab Alker die Schlüssel zur Kirche. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor musikalisch gestaltet und zum Segen sangen die Kinder vom Kindergarten St. Martin. Nach der Messe zog die gemeinde in einem langen Zug, begleite von der Musikkapelle Pfaffenhofen und den Fahnenabordnungen der Vereine zum Martinushaus. Die Böllerschützen des Schützenvereins Pfaffenhofen ließen es sich nicht nehmen den neuen Pfarrer mit einem donnernden Salut zu begrüßen. Beim anschließenden Empfang im Martinushaus sagte Kirchenpfleger Matthias Braun, dass die Herde ohne Hirte habe in der pfarrerlosen Zeit bewiesen habe, dass sie nicht auseinander laufe. Vielleicht habe Gott Pfarrer Alker irgendwann zugeflüstert "geh nach Pfaffenhofen", vielleicht hätten auch die Jugendlichen der Pfarrgemeinde bei der Entscheidung nachgeholfen. Der Vorgänger, Pfarrer Georg Egger, sei mit vielen Tieren angereist, erinnerte sich Braun. Solches Gefolge habe er bei Pfarrer Alker nicht festgestellt, aber es warte eine Herde mit vielen Schafen auf ihn. Um die im Zaum zu halten, brauche man auch einen Schäferhund. Diakon Edwin Rolf sei diese Aufgabe schon einmal zugedichtet worden. Mit einer bekannten Weisheit boten die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte Konrad Jahn und Anita Strobel ihre Zusammenarbeit an: "Neue Besen kehren bekanntlich gut, aber alte kennen die Ecken und Winkel". Dass Pfarrer Alker bei seiner neuen Aufgabe sicher eine Stärkung brauche vermutete Bürgermeister Josef Walz und hatte deshalb auch ein Glas Honig mitgebracht. Pfarrer Alker übernehme eine lebendige, aber auch eine große, arbeitsintensive Gemeinde. Besonders freue ihn, dass er mit der heutigen Jugendkultur vertraut sei, betonte Walz. Als weiteres Willkommensgeschenk übergab Walz den neuen Bildband "Pfaffenhofen einst und heute" und die neueste Ortsbroschüre . In gereimter Form hieß der evangelische Pfarrer Erstling den neuen Seelsorger willkommen. Er freue sich auf die künftige gute ökumenische Zusammenarbeit , sagte Erstling und übergab Raimund Alker eine Nachbildung des Altarkreuzes der evangelischen Kirche "Zum guten Hirten" als Willkommensgeschenk. Pfaffenhofen habe ein intensiv verflochtenes kirchliches und gemeindliches Leben, sagte Vereinsring-Vorsitzender Karlheinz Thoma. Er betonte, dass es eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Pfarresrs sei, die Menschen in seiner Gemeinde kenne zu lernen. Dazu wäre auch besonders bei den Vereinen Gelegenheit. Er überreichte Alker ein Fotoalbum. Die ersten Fotos klebten schon drin: von der Amtseinführung am Vormittag in Beuren und dem Einführungsgottesdienst kurz zuvor.
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