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Klima- und Naturschutzpreis für ökologisches Projekt aus Pfaffenhofen

Landrat Thorsten Freudenberger zeichnet im Kreismustergarten in Weißenhorn fünf Preisträgerinnen und Preisträger aus - Sebastian Weber aus Pfaffenhofen erhält Preis für das Projekt "Gesamtökologischer Naturschutz und Klimaschutz durch naturnahe extensive Beweidung".

Der Landkreis Neu-Ulm hat zum ersten Mal seinen neuen Klima- und Naturschutzpreis verliehen. Eine fünfköpfige Expertenjury vergab dabei das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro und je einem Obstbaum-Setzling an fünf Preisträgerinnen beziehungsweise Preisträger (je 1.000 Euro). Prämiert wurden: die Bischof-Ulrich-Grundschule Illertissen, die Lindenschule Bellenberg, der Pferdesportverein Roggenburg, Sebastian Weber und die BUND-Ortsgruppe Illertissen. Bewertungskriterien waren: Engagement, Innovation, Kreativität, Nachhaltigkeit und Nachahmbarkeit.

Landrat Thorsten Freudenberger zeichnete die Gewinnerinnen und Gewinner am Umweltpavillon im Kreismustergarten in Weißenhorn aus. Er stellte dabei heraus, dass man insbesondere „stille Helferinnen und Helfer“ öffentlich gewürdigt habe, die sich überwiegend ehrenamtlich für die Belange des Klima-, Natur- und Artenschutzes sowie der umweltfreundlichen Mobilität im Landkreis einsetzen.

Stefanie Batke vom Fachbereich „Naturschutz und Landschaftsplanung“ des Landratsamtes präsentierte im Anschluss die fünf Prämierten und deren Projekte.

Sebastian Weber aus Pfaffenhofen erhält Preis für das Projekt "Gesamtökologischer Naturschutz und Klimaschutz durch naturnahe extensive Beweidung".

Mit seinen grasenden Tieren pflegt Sebastian Weber Flächen des Marktes Pfaffenhofen mit Schafen und eine sieben Hektar große Fläche in Wallenhausen mit Schottischen Hochlandrindern. Durch die extensive Beweidung werden verschiedene Strukturen auf der Fläche geschaffen. Davon und vom Kot der Tiere profitieren vor allem Insekten und in der Folge Fledermäuse und Vögel. Auch Amphibien sind Nutznießer dieser neuen Strukturen. Maschinell könnte man diese Flächen nicht so gut pflegen wie mit den Nutztieren, da sie in manchen Bereichen zu feucht sind. Auf diesen Flächen wird nicht nur nachhaltiger Naturschutz praktiziert, sondern es werden auch klimafreundlich Lebensmittel produziert. Dieses Beispiel zeigt, wie Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können.

Wir gratulieren Herrn Weber zu dieser tollen Auszeichnung und danken für sein nachhaltiges Engagement in unserer Gemeinde!

PM LRA-NU vom 3.5.2022, abrufbar unter https://www.landkreis-nu.de/de/Aktuelles/Neuigkeiten/Neuigkeit?view=publish&item=article&id=1272.

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