Marktfest im neuen Outfit

Als am Freitagabend die ersten Besucher auf dem Marktfest eintrafen rieb sich manch einer verwundert die Augen. Irgendwie war Vieles nicht mehr an seinem angestammten Platz. So war es tatsächlich, durch eine Umgestaltung der Aufstellung konnten alle Sitzplätze auf dem Rathausplatz untergebracht werden. Die zusätzlichen Plätze wurden am Freitagabend zur Marktfesteröffnung auch dringend benötigt. In der bisher wärmsten Nacht dieses Sommers drängten sich die Festgäste unter und zwischen den Markisen. Die Musik, die unter dem Motto "Schlagersommernacht" von der Tanzband 3D mit Schwung gemacht wurde, gefiel allen Altersgruppen und so mancher wagte sogar ein Tänzchen vor der der Bühne.
Ganz anders präsentierte sich der Samstag wettermäßig. Nach starken Regengüssen am Nachmittag war es erheblich abgekühlt. Aber rechtzeitig zum "Abend der nachbarschaftlichen Verbundenheit" mit der Schützenkapelle Holzheim hörte der Regen auf. So füllte sich der Festplatz noch überraschend gut, wenn sich dann auch das Feiern rasch ins geschützte Weinzelt des Liederkranzes verlagerte.
Bis zum Sonntagmorgen war es dann auch nicht wärmer geworden aber immerhin trocken geblieben. So fanden sich immerhin rund 300 Motorradfahrer zum Motorradcorso ein. Der anschließende Motorradgottesdienst wurde musikalisch von der Kolpingband Regenbogen aus Pfuhl gestaltet. Den Bezug zum Motorradfahren stellte Diakon Edwin Rolf in seiner Predigt her, indem er den Glauben mit den Einzelteilen eines Motorradhelms verglich. Das Visier gebe den Augen Schutz und klare Sicht, damit man Gefahren rechtzeitig erkenne und das Ziel nicht aus den Augen verliere. Wie ein guter Glaube gebe der Kinnriemen Sicherheit, enge aber nicht ein. So wie das Innenpolster Sicherheit gäbe, so seien auch manche harte Schläge nur durch den Halt im Glauben zu ertragen. Wie der Glaube, so gäbe auch die harte Außenschale Schutz und halte alles zusammen. Zur Vor- und Rücksicht mahnte Diakon Rolf mit den Worten: "Als Biker haben wir Pflichten, die unser Leben und das Leben der Anderen auf der Straße schützen sollen. Nach dem Gottesdienst ging es dann auf dem Festplatz richtig los. Die Country und Western-Band "smoke stack ligntnin´" aus Schwabach, die für die kurzfristig ausgefallenen "Cadillac Cowboys" eingesprungen war, legte zum Frühschoppen so richtig los und bot fetzige Musik vom Feinsten. Es war ihnen nicht anzumerken, dass sie quasi direkt aus dem Tonstudio von Aufnahmen für ihre neue CD losgefahren waren um rechtzeitig auf dem Marktfest auftreten zu können. Bis zum Mittag war das marktfest bis auf den letzten Platz gefüllt und as Publikum wartete gespannt auf die neue besondere Attraktion, den "Marktplatz der Talente". Das "Brett im Schtoi" hatte mit der Festgemeinschaft unbekannten und etwas bekannteren Pfaffenhofener Künstlern die Gelegenheit gegeben, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Volksmusikalisches präsentierte die Gruppe "Sparpaket" und heizte die Neugier auf das Folgende an. Moderiert wurde das ganz vom bekannten Pfaffenhofener Dichtertalent Klaus Maucher. Tierisch wurde es dann beim Manöver, wie es die Jugendgruppe St. Martin darstellte. Ruhige schöne, zum Teil selbst geschriebene Balladen sang Birgitt Neffe zur Gitarre. Dann mußte vor der Bühne Platz geschaffen werden, da die große Anzahl der Akteure auf ihr nicht den benötigten Platz gefunden hätte und die Musik wurde richtig rockig. Die Rockodiles vom Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium, unter ihnen auch viele Pfaffenhofener Schüler, gaben akrobatischen Rock´n Roll Tanz zum Besten. Den Schwenk hin zum Klassischen schaffte der Auftritt der Jugendgruppe St. Martin. Mit lustigen Froschhandpuppen wurde ein Froschkonzert mit einer Arie aus Carmen veranstaltet. Eine kurze Umbaupause wurde erforderlich um den Auftritt der Schulband der Hermann-Köhl-Schule vorzubereiten. das Warten hatte aber gelohnt, mit heißen Rhythmen begeisterte sie das Publikum. Etwas ruhiger wurde es dann wieder bei der "Ballade vom Gesangsverein", der ja überall dabei sein müsse, egal ob Hochzeit, Taufe oder Beerdigung. Auch mit den restliche Strophen des Liedes nahm die Gesangsgruppe des Liederkranzes Pfaffenhofen das Gesangsvereinsleben und damit sich selbst auf die Schippe. Passend zum inzwischen wirklich schönen und warmen Wetter gaben die Damen Strobel und Störk einen Sketch von zwei Weibern, die sich am italienischen Strand über ihre Miturlauber auslassen, zum Besten. Den krönenden Abschluss bildete dann der Zirkus X. Mit gekonnten Jongladen, Feuerschlucken und Fakirkünsten brachten die jungen Künstler das Publikum zum Staunen. Die Mischung macht´s, so kann man wohl den Erfolg dieses Marktfestnachmittags am besten charakterisieren. Da dieser "Marktplatz der Talente" so gut ankam, ist mit einer Fortsetzung beim nächsten Marktfest zu rechnen. Inzwischen schon fast traditionell, spielte zum Festausklang die Musikkapelle Pfaffenhofen. Die meisten Essenstände meldeten schon lange vor Festende, dass sie ausverkauft seien, was bei dem hohen Besucherandrang auch nicht verwunderlich war. So gab es bei der Festgemeinschaft nur zufriedene Mienen.

























