Neue Masche im sozialen Netz Pfaffenhofens

Nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit konnte nun die Wohnanlage für Betreutes Wohnen in Pfaffenhofen eingeweiht werden. 18 Wohneinheiten und mehrere Gemeinschaftsräume sind in der Anlage zusammengefasst. Zur großen Freude des Architekten und Bauträgers Hermann Spiegler ist die Anlage bereits zu 90 Prozent besetzt. In seiner Ansprache verwies er auf die ideale lage im Zentrum der Gemeinde, Pfarrkirche, Rathaus, Arztpraxen, Apotheke und Geschäfte seien leicht zu Fuß erreichbar. Das Studium statistischer Zahlen habe ergeben, dass Pfaffenhofen eine solche Einrichtung brauche. Er sei das Risiko eingegangen, deshalb freue er sich jetzt besonders, dass Leben im Haus sei. Gleich bei Baubeginn habe es einen ersten Schreck gegeben. Beim Ausheben der Baugrube war man auf einen Gewölbekeller gestoßen, der der erst befüllt werden musste. Erfreut zeigte sich Pfarrer Egger über die Zufriedenheit und Harmonie, die bereits jetzt im Kreise der Bewohner herrsche. Pfarrer Erstling bedauerte, dass das soziale Netz immer größere Löcher bekomme und die Einstellung "das geht mich nichts an" eine weit verbreitete Grundhaltung sei. Umso wichtiger sei es, dass jeder einen Blick für den anderen habe. Dazu passte auch das Motto des Gottesdienstes "Einer trage des anderen Last". Bürgermeister Josef Walz hieb in die selbe Kerbe. "Die Familie ist kein sicherer Hort mehr für das Alter. Viele beenden ihr Leben in Einsamkeit.", sagte er. Da böten die vier Wände der betreuten Wohnanlage ein Zuhause. Betreuerin Ingeborg Sedelmayer von der Caritas Weißenhorn konnte für die Pflege der Sozialkontakte innerhalb der Anlage gewonnen werden. Als "gute Geister" betätigen sich die jüngsten Bewohner der Anlage, das Ehepaar Helga und Josef Baier. Sie sehen wo ein Mitbewohner Hilfe braucht und sind dann tatkräftig zur Stelle.










