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Neujahrsempfang 2025

Pfaffenhofen a.d.Roth
Aktuelles

Wie jedes Jahr lud auch 2025 der Markt Pfaffenhofen zum traditionellen Neujahrsempfang in der Aula der Hermann-Köhl-Schule ein.

Nach den Salutschüssen der Pfaffenhofener Bollerschützen und dem Auftakt mit „Nessaja“ durch den Musikverein Kadeltshofen begrüßte Bürgermeister Dr. Sebastian Sparwasser die zahlreichen Gäste, die gekommen waren, um gemeinsam das Jahr 2025 zu beginnen. Neben zahlreichen Vertretern der Vereine, der Feuerwehren, der Kirchen und der Verwaltung durfte er auch den Bundestagsabgeordneten Alexander Engelhard und die Vertreterin der Landrätin, Susanne Salzmann, willkommen heißen.

Die Rede des Bürgermeisters können Sie unten nachlesen.

Dieses Jahr sorgte der Musikverein Kadeltshofen für die musikalische Umrahmung, von modern bis zum Marsch. Vielen herzlichen Dank für den tollen Einsatz!

Bevor es zum gemütlichen Beisammensein überging, entführte Hannes Schwarzendorfer in einem kleinen Exkurs in die Vergangenheit Pfaffenhofens – passend zum Ausklang des Jubiläumjahrs 2024.

Wir danken Getränke Hiller für den Ausschank und der Bäckerei Brenner für die leckeren Häppchen und Croissants!

Wir wünschen Ihnen allen ein gesundes und hoffnungsfrohes Jahr 2025!


Ansprache des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang

Liebe Gäste,

gerne würde ich berichten wie langweilig doch das vergangene Jahr in Pfaffenhofen war. Nur leider lässt die Realität das nicht zu. 

Ich darf jetzt bald fünf Jahre dieses wunderbare Amt bekleiden und wenn ich eine Feststellung machen kann, dann ist es diese, dass es bei uns nie langweilig wird. Dass jeder Tag neue Aufgaben und neue Herausforderungen bringt. Und das ist auch gut so, das macht es abwechslungsreich und spannend. Und wenn nichts passiert, dann geht ja auch nichts voran.

Und so war auch das Jahr 2024 war bei uns wieder einmal alles andere als langweilig. Ganz im Gegenteil: Es war ein sehr ereignisreiches Jahr, ein Jubiläumsjahr, mit einem spannenden Programm und tollen Erkenntnissen.

Wir haben darüber hinaus auch in diesem Jahr wieder viele tolle und wichtige Projekte für Pfaffenhofen und seine Ortsteile angestoßen und in Umsetzung gebracht.

Wir haben die Schule in Beuren renoviert, ganz grundlegend renoviert. Diese Renovierung war ein Stückweit auch eine Richtungsentscheidung – für den Schulstandort Beuren. Die Schule soll am Ort bleiben. Und ich meine, das ist uns sehr gut gelungen. 

Wir haben in diesem Jahr die Renovierung unserer Kirche St. Antonius in Raunertshofen abgeschlossen. St. Antonius ist ja eine Stiftskirche, im Eigentum der Gemeinde, gewidmet ist sie die ja dem heiligen Antonius, dem „Schlampertoni“. Zur Einweihung war Weihbischof Wörner da. Eine sehr gelungene Renovierung und ein sensationelles Fest mit der ganzen Ortsgemeinschaft. Gerne einmal vorbeischauen. Das lohnt sicher sehr.

Wir haben die Alte Schule wieder zugänglich gemacht als Haus der Vereine. Ich darf Sie herzlich einladen heute Nachmittag um 14 Uhr wird es dort eine Ausstellungseröffnung geben. Der Pfaffenhofener Künstler Michel Pak wird dort seine Werke, seine Lithographien und Drucke ausstellen. Sie alle sind herzlich willkommen!

Der Glasfaserausbau ist weiter vorangegangen. Das haben Sie alle mitbekommen. In jeder Straße, jedem Weg in Pfaffenhofen und den meisten Ortsteilen wurden in diesem Jahr Glasfaserleitungen verlegt. Für unser Bauamt eine große Herausforderung. Für die Zukunft aber unerlässlich – und ich denke, wir sind hier ein gutes Stück voraus.

Das Wärmenetz in Beuren ist final ans Netz gegangen und versorgt nun viele Beurener Haushalte zuverlässig und nachhaltig mit Wärme. 

Wir haben die Planungen angestoßen für den Kindergarten in Kadeltshofen, wir haben viel über Windkraft diskutiert, wir haben die Planungen für das Feuerwehrgemeinschaftshaus Roth-Berg weiter vorangetrieben, das Baugebiet Nordost 1 weitgehend abgeschlossen und vieles mehr.

Es war somit ein sehr, nennen wir es projektreiches Jahr mit vielen wichtigen Entwicklungen, die wir anstoßen und in Umsetzung bringen konnten. 

Aber es war eben nicht nur ein projektreiches, sondern vor allem auch ein sehr herausforderndes Jahr für uns in der Gemeinde und in der Verwaltung.

Wir haben ja viele Krisen erlebt in den letzten Jahren. Nur ein paar Stichworte: Corona, Flüchtlingskrise, Klimakrise, Energiekrise, Gasmangellage. Und wir sind im Jahr 24 in die nächste Krise geschlittert. Anfang Juni 2024 haben wir hier am Ort eine Hochwassersituation erlebt, wie wir sie bisher noch nicht kannten 

Es ist schon irgendwie paradox. 

Im Frühjahr/Sommer 2023 hatten wir einen Monat am Stück, in dem es keinen Tropfen Regen vom Himmel geregnet hat. Ein Jahr später hatten wir eine ganz andere Situation. Die Pegelstände an Roth, Biber und Osterbach haben absolute Rekordwerte erreicht. Der Pegel der Roth stand zweitweise bei 2,04m, der bisherige Höchststand war bei 1,82m. In Balmertshofen, Biberberg waren Brücken, Straßen, Keller, Kanalisationen überflutet. Ebenso in Erbishofen, Volkertshofen, Diepertshofen, Roth, Berg, in Pfaffenhofen.

Die Felder und Wiesen rund um Remmeltshofen und Kadeltshofen glichen einer Seenlandschaft. Es hat einfach nicht mehr aufgehört zu regnen in diesen Tagen und das Wasser hat Wege genommen, die wir bisher schlichtweg nicht kannten.

Wir hatten ein massives Problem mit unserer Kanalisation, insbesondere auch mit unserer Kläranlage. Hier war die gesamte Schaltwarte unter Wasser gestanden, einige Pumpen überschwemmt. Wir können von Glück sprechen, dass die Biologie erhalten geblieben ist und die Anlage bald wieder im Notbetrieb betrieben werden konnte. Und vorallem hatten wir Glück, dass hier am Ort außer Sachschäden, nichts Schlimmeres passiert ist. 

Unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren waren rund um die Uhr damit beschäftigt schlimmeres zu verhindern, diese Notlage zu koordinieren und sie waren einfach schlichtweg auch da, wo man sie brauchte.

Wir haben Unterstützung bekommen vom THW, von benachbarten Feuerwehren, die geholfen haben zu pumpen, Barrieren zu bauen. Zahlreiche freiwillige Helfer waren im Einsatz, um Sandsäcke zu füllen, Keller zu räumen, Sperrmüll zu entsorgen. Landwirte haben beim Transport von Sandsäcken und Einsatzmaterialien unterstützt. Unsere Verwaltung war gefordert, unser Bauhof tatkräftig dabei.

Bei all den Widrigkeiten, die man in diesen Tagen erleben musste, war es einfach beeindruckend zu sehen, welche Gemeinschaftsleistung in dieser schwierigen Situation vollbracht wurde und ich bin sehr dankbar, dass wir das so erleben durften. Das möchte ich heute betonen und danke an der Stelle nochmals aufrichtig all jenen, die sich in dieser Krisensituation, mit ihrem Können und Fähigkeiten, mit ihrem Wissen und ihrer Zeit eingebracht haben, um das Schlimmste zu verhindern. Ganz herzlichen Dank!

Wir dürfen uns nichts vormachen. Ein solches Hochwasser kann jederzeit wiederkommen und da müssen wir gewappnet sein. Wir müssen aus den Erfahrungen dieser Tage lernen. Im Nachgang an das Hochwasser haben wir gemeinsam mit den Feuerwehren Maßnahmen erarbeitet, wie wir künftig in ähnlich gelagerten Situationen vielleicht sogar noch besser reagieren können. Wir müssen vor allem aber auch interkommunale Lösungen finden. Das Wasser macht nicht an den Gemeindegrenzen halt. Ich bin sehr dankbar, dass unser LRA nun diesen interkommunalen Austausch koordinieren wird. Ich bin sicher, dass wir gute Lösungen finden werden!

Ich habe die Krisen der vergangenen Jahre angesprochen, globale Krisen, die auch Auswirkungen auf unser Miteinander, auf das Leben hier vor Ort hatten und haben.

  • Wir haben Corona erlebt mit all seinen Folgeentwicklungen.
  • Wir haben über Migration diskutiert.
  • Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns gezeigt, wie fragil, wie brüchig und wie unselbstverständlich der Friede in unserer Welt ist. Ein Krieg der auch gezeigt hat wie abhängig sind.
  • Im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg haben wir eine Energiekrise erlebt. 
  • Wir haben uns mit Cyberangriffen beschäftigt, wir waren selbst betroffen.
  • Wir haben in den letzten Jahren bedrohliche klimatische Veränderungen, auch bei uns erlebt. Das Hochwasser im Sommer. Die Dürre im Vorjahr.
  • Wir erleben eine wirtschaftliche Stagnation, eine schwierige Haushaltslage, eine massive Inflationsentwicklung und vieles mehr.

All das sind Themen die zeigen, dass wir Gemeinden nicht allein auf der Welt sind, dass wir als lokale Gemeinschaft nicht isoliert dastehen. Wir sind kein gallisches Dorf, sondern auch wir unterstehen großen, globalen Zusammenhängen. Wir sind Teil eines großen Ganzen.

Damit einher gehen sehr vielschichtige Fragen, sehr komplexe Zusammenhänge, mit denen wir nun immer stärker konfrontiert sind. Nichts scheint mehr normal. Alles scheint viel komplizierter als es einmal war. Es wirkt vieles sehr bedrohlich. Es wirkt alles sehr nah. 

Unter den Menschen führt das zu einer großen Verunsicherung, einer Verunsicherung darüber was die Zukunft bringen mag. Und für den Einzelnen stellen sich viele Fragen, die aber keine einfachen Antworten zulassen.

Leider gibt es allzu viele Kräfte, die Versprechungen machen mit einfachen Mitteln, mit einfachen Lösungen, die Probleme und Fragen unserer Zeit angehen zu wollen und zu lösen. Es gibt allzu viele Kräfte die schwarz und weiß malen, die bewusst Angst machen und spalten und mit Hass, Hetze und einfachen Parolen die Grundfeste unserer Demokratie in Frage stellen.

Das ist mein Appell: Lasst uns darauf nicht hereinfallen.

Ich kann die Verunsicherung verstehen. Aber das darf doch nicht dazu führen, dass wir die Probleme unserer Zeit einfach leugnen und alternative Fakten schaffen. 

Ich meine wir sollten stattdessen nach Antworten suchen, wir sollten zusammenhalten als Gesellschaft und wir sollten vor allem Verantwortung übernehmen, als Kommune, aber auch jeder Einzelne von uns. 

Wenn ich hier in unsere Gemeinde schaue, was da alles los ist, dann macht mich das immer wieder auch stolz und ich weiß wir sind hier auf einem sehr guten Weg.

Wir haben so viele engagierte Menschen hier am Ort, die sich in die Gemeinschaft einbringen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen, die sich dem Zusammenhalt und dem Miteinander verschrieben haben –

Menschen die Verantwortung übernehmen. Und auch in diesem Jahr haben wir wieder tolle Aktionen erlebt, die das mehr als nur verdeutlichen.

Der Sportverein Beuren hat sein 75stes Jubiläum begangen mit einem tollen Programm übers Jahr hinweg. Es ist auch eine tolle Chronik entstanden, die unlängst vorgestellt wurde. Ich kann nur jedem empfehlen da mal reinzuschauen. 

Das Ufersausen war wieder fantastisch, unlängst auch das Lichterfest der Rednex. Wir haben wieder mehrere Weihnachtsmärkte erleben dürfen, tolle sportliche Ereignisse, große sportliche Erfolge, bei den Schützen, Bogenschützen, beim Karten und in vielen anderen Bereichen. Wir haben zwei großartige Markttage erlebt, an denen sich viele Vereine beteiligt haben. Wir haben die DigitalLotsen an den Start gebracht. Wir haben die Demenztage erlebt, mit einem tollen Programm zur Frage des Alt-Werdens in Pfaffenhofen und vieles mehr, was ich hier gar nicht alles aufführen kann.

Es ist einfach beeindruckend zu sehen, was hier am Ort alles auf die Beine gestellt wird, und da darf ich einfach ein großes Dankeschön sagen! Danke dafür, dass hier am Ort so viele Menschen Verantwortung übernehmen und nach vorne schauen!

Und auch 2025 sind wieder tolle Aktionen in Vorbereitung. Der Sportverein wird 100 Jahre begehen, der Schützenverein Kadelsthofen 75 Jahre mit einem großen Festwochenende. Das Obstlerfest wird wieder stattfinden und auch das Ufersausen. Der Vereinsring hat zahlreiche Aktionen in Planung und vieles mehr.

Es wird wieder ein spannendes, ereignisreiches Vereinsjahr! Wir freuen uns darauf!

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