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Neujahrsempfang 2026

Pfaffenhofen a.d. Roth
Aktuelles

Am Sonntag, 11. Januar, fand der Neujahrsempfang 2026 der Marktgemeinde statt. Zahlreiche Gäste und Interessierte waren der Einladung in die Aula der Hermann-Köhl-Schule gefolgt.

Den feierlichen Auftakt bildete ein Salut der Böllerschützen aus Pfaffenhofen und Kadeltshofen, die mit einem großen Knall das neue Jahr einläuteten. In seiner anschließenden Festrede hob Bürgermeister Sparwasser insbesondere das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Ehrenamt hervor. Die zahlreichen Aktivitäten der Vereine seien ein starkes Zeichen für den großen gesellschaftlichen Zusammenhalt am Ort. Für ihren Einsatz sprach er allen Engagierten seinen ausdrücklichen Dank aus. 

Ein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wertstoffhofs für das jahrzehntelange, vertrauensvolle Miteinander sowie die wichtige Arbeit, die im Wertstoffhof geleistet wurde. Seit Januar wird der Wertstoffhof nicht mehr von der Gemeinde, sondern vom Landkreis betrieben. Rund 30 Jahre lang war die Einrichtung seit ihrer Eröffnung unter der Leitung von Meinrad Mayer gestanden.

Im weiteren Verlauf des Empfangs standen Ehrungen auf dem Programm. Rudolf Werwein aus Beuren wurde für 25 Jahre aktiven Dienst als Feldgeschworener ausgezeichnet. Ulrich Fackler, Vermessungsdirektor des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Günzburg, berichtete in diesem Zusammenhang über das Feldgeschworenenwesen, das als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist und auf dem sogenannten „Siebener Geheimnis“ beruht. Rudolf Werwein erhielt hierzu eine Urkunde von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreicht.

Für eine besondere Überraschung sorgte der Auftritt der Narrenzunft Schwarze Lies, einer neu gegründeten Narrenzunft aus Pfaffenhofen, die sich beim Empfang erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Die Zunft basiert auf der historischen Person Johanna Gassner, einer berüchtigten Gaunerin und Diebin, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeitweise auch in Biberberg lebte. Die Schwarze Lies wird in den Faschingswochen aktiv am Narrentreiben teilnehmen. Geplant ist auch ein Rathaussturm am rußigen Freitag.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Marktmusikanten unter der Leitung von Dirigentin Franziska Span. Zu hören waren unter anderem die Stücke Abel Tasman, das Schwabenlied sowie der Jubiläumsmarsch. Zum Abschluss sangen die Gäste gemeinsam die Bayernhymne.

Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Neujahrsempfang bei einem gemütlichen Beisammensein aus. Der Vereinsring hatte für die Bewirtung gesorgt und eine herzhafte Kartoffelsuppe im Brottopf angeboten, die bei den Gästen großen Anklang fand. Ein großer Dank gilt auch Getränke Hiller und der Bäckerei Brenner für ihren Beitrag. Traditionell wird im Anschluss an den Empfang ein Fass Bier angestochen.

Viele Interessierte nutzten den Nachmittag zudem für weitere Veranstaltungen im Ort. Im Haus der Vereine/Alte Schule präsentierte der Pfaffenhofener Künstler Michel Pak seine Ausstellung „Schönheit und Zerstörung“, die auf reges Interesse stieß. Ebenfalls geöffnet hatte das neu gestaltete Jugendhaus Pfaffenhofen im Rahmen eines Tages der offenen Tür. Zahlreiche Kinder und Familien machten sich ein Bild von den modernisierten Räumlichkeiten, die durch tatkräftige Unterstützung durch den Bürgerverein Pfundig ermöglicht werden konnten. Ein herzlicher Dank galt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für dieses großartige Engagement.

Vielen Dank auch den Fotofreunde Pfaffenhofen e.V. für die Foto- und Videobegleitung!


Ansprache des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang

 

Sehr verehrte Damen und Herren, 

wir blicken wieder einmal zurück auf ein sehr ereignisreiches Jahr für Pfaffenhofen. Wir kamen gerade aus dem Jubiläumsjahr. 2024 begingen wir 550 Jahre Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Friedrich III. Wir hatten dazu ein umfangreiches Programm und vor allem auch unsere großartige Chronik, in der wir die Geschichte und die Geschichten in unserer Marktgemeinde Revue passieren ließen. Ja, und 2025 haben wir dann wieder zahlreiche weitere große Jubiläen begangen in unserer Marktgemeinde. Man kann regelrecht behaupten, dass es ein Jahr der runden Jubiläen war in Pfaffenhofen.

Die Kadeltshofener Schützen haben 75 Jahre Schützenverein begangen mit einem großen Festakt und einem unvergleichlichen Festwochenende. Das schwäbische Böllertreffen fand hier in Remmeltshofen/Kadeltshofen statt mit rund 750 Schützen, auch das Gauschießen. Wir haben einen Fahneneinzug erlebt, der seines gleichen sucht.

Ein paar Wochen später hatten wir dann ein weiteres großes Fest: Der Sportverein hat sein 100. Jubiläum begangen! Mit einem Festzelt auf dem Hartplatz, ein Partyabend und vielem mehr. Sensationell, was der Verein für sein Jubiläum auf die Beine gestellt hat. 

Und wir hatten weitere große Jubiläen: Die Obstler hatten ein großartiges Jubiläumsfest auf der Obstlerwiese. Der Tennisverein wurde 50 Jahre alt! Auch der TCP hat sich nicht lumpen lassen. Da gab es einen tollen Festabend im Martinushaus mit Ehrung der verdienten Vereinsmitglieder. 

So geht das bei uns zu: festlich, gemütlich, gemeinschaftlich.

Aber auch unabhängig von Jubiläen hatten wir wieder ein großes Programm: der Faschingsumzug, die Bunten Abende, Sommer- und Festkonzerte, Theateraufführungen, ein herausragendes Ufersausen und auch wieder mehrere Weihnachtsmärkte – in Roth, in Pfaffenhofen, in Beuren, beim Sportverein. Wir hatten tolle Markttage mit einer großartigen Beteiligung der Vereine und vieles, vieles mehr.

All das zeigt: hier bewegt sich was, hier geht was. Und sogar Vereinsheime werden neu geschaffen.

Mitten im Ort entsteht gerade das Pfundigs-Café. Da steckt unheimlich viel Engagement drin. Es soll ein Ort der Begegnung mitten im Kernort Pfaffenhofens werden. Ein Ort, an dem sich die Menschen treffen und begegnen sollen. Und in Remmeltshofen druckt man sogar ein Vereinshaus. In den letzten Zügen steckt das Vereinshaus des örtlichen Brauchtumsvereins. Hier soll künftig Bier gebraut werden – Axt Bräu. Es ist das, meines Wissens, erste gedruckte Vereinshaus weltweit und wahrscheinlich auch die erste gedruckte Brauerei. Weltpremiere also!

Die Schützen in Pfaffenhofen haben einen neuen Schießstand, wir bauen ein Dorfgemeinschaftshaus in Roth, in Biberberg gibt es bald wieder einen Platz für die Jugendfeuerwehr und in Raunertshofen bauen wir an die Feuerwehr an, weil es einfach nicht mehr genug Haken gibt für die große Zahl der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden, die sich dort in der Feuerwehr für die Gemeinschaft engagieren.

Ich kann als Bürgermeister sagen, dass ich hierfür unheimlich dankbar bin. Es zeigt einfach, dass wir einen guten Weg einschlagen, einen Weg des Miteinanders. Es zeigt, dass wir hier am Ort nach vorne schauen und uns eben nicht kleinreden lassen. 

Eine Gesellschaft lebt von der Teilhabe, davon, dass die Menschen mitmachen, dabei sind, dass sie etwas voranbringen wollen. Davon, dass sie gestalten. Da gibt es ein schönes Zitat: „Die Zukunft lässt sich am besten dadurch voraussagen, dass wir sie gestalten.“

Und ich denke, dieser Ansatz, diese Idee wird hier am Ort gelebt. Und dafür darf ich einfach allen Danke sagen, die hier am Ort Verantwortung übernehmen, die sich hier am Ort einbringen in so vielfältiger, unterschiedlicher Weise. Dankeschön!

Wir leben in keiner einfachen Zeit. Es sind sehr herausfordernde Jahre, geprägt von permanentem Wandel und stetigen Veränderungen. Viele Menschen empfinden diese Entwicklung als verunsichernd und nicht wenige finden in unserer Gesellschaft zunehmend weniger Halt und Orientierung. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass wir auf unserer Ebene – auf der Ebene der Gemeinden und Kommunen – Gemeinschaft stiften, Stabilität geben und Rückhalt bieten. 

Ich bin überzeugt, dass wir hier auf einem guten Weg sind, auch wenn die Herausforderungen bleiben. Große Katastrophen sind im vergangenen Jahr glücklicherweise ausgeblieben. Es gab kein Corona-Jahr, kein Jahrhunderthochwasser und keinen Cyberangriff. Dennoch stehen wir vor erheblichen Aufgaben.

Die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir künftig alle Leistungen in gewohntem Umfang aufrechterhalten können. Umso wichtiger ist es, verantwortungsvoll zu handeln und die richtigen Prioritäten zu setzen.

Trotz dieser Rahmenbedingungen konnten wir vieles erreichen.

Die kommunale Wärmeplanung ist weiter vorangeschritten, ein Abschluss wird bis Mitte des Jahres erwartet. Ein wichtiger Erfolg ist auch die Reaktivierung des Lagerstandorts in der Pfaffenhofener Straße. Ebenso haben wir entscheidende Weichen für die zukünftige Weiterentwicklung der Ganztagsbetreuung in Pfaffenhofen gestellt. Hier werden wir künftig mit dem Arbeiter-Samariter-Bund zusammenarbeiten und stehen kurz davor, in die konkreten Planungen einzusteigen. Auch beim Kindergarten in Kadeltshofen werden wir weiter voranschreiten und damit ein wichtiges Projekt für unsere Familien umsetzen. Nicht zuletzt konnten wir im Bereich des Radverkehrs bedeutende Fortschritte erzielen. Der Radweg Remmeltshofen-Straß wurde gebaut, die Verbindung Oberhausen–Niederhausen–Beuren befindet sich aktuell in der Umsetzung.

Insgesamt zeigt sich: Trotz aller Herausforderungen sind wir handlungsfähig, gehen wichtige Themen entschlossen an und gestalten die Zukunft unserer Gemeinde Schritt für Schritt weiter. So dürfen wir alle hier denke ich doch mit Zuversicht ins neue Jahr blicken. Und es wird wieder ein spannendes Jahr werden. 

Am 8. März sind Kommunalwahlen. Mein Apell: gehen Sie zur Wahl! Nutzen Sie Ihre Stimme, nutzen Sie Ihr Wahlrecht!

Im Sommer werden wir ein Marktfestival erleben! Dazu bald mehr. Und viele weitere spannende Programme warten auf uns.

Bedanken möchte ich mich ausdrücklich auch für das konstruktive Miteinander im Marktgemeinderat. Das ist unheimlich viel wert und das bringt uns weiter.

Danke für Ihr Engagement, Ihren Einsatz für unsere Gemeinschaft! Alles Gute für 2026!

 

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