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Orgelweihe St. Martin

Großes Werk ist getan

Eine große Anstrengung fand ihre Krönung im feierlichen Pontifikalgottesdienst mit Orgelweihe. Bischof Dr. Mixa persönlich weihte die neue Orgel der Pfarrgemeinde St. Martin. In seiner Predigt verglich er die vielen verschiedenen Orgelpfeifen, die nur zusammen Wohlklang erzeugen, mit den unterschiedlichsten Daseinsentwürfen der Menschen. Er forderte jeden Einzelnen auf sich zu fragen, welche guten Eigenschaften und guten Gaben er einsetzen könne für das große Gemeinsame. Eine wichtige Aufgabe des Kircheninstrumentes sei es die Menschen über den Alltag zu erheben. Besondere Freude machte Bischof Dr. Mixa, dass viele Eltern mit Kindern zur Messe gekommen waren. Mit seinem virtuosen Spiel zeigte Pater Stefan Kling das Potential der neuen Orgel. Er freute sich über das neue Instrument besonders, stammt er doch aus dem Pfaffenhofener Ortsteil Roth. Dem Hochamt und dem anschließenden Stehempfang im Martinushaus wohnten eine Reihe von Ehrengästen bei, so Dekan Markus Matthes aus Neu-Ulm, der ehemalige Pfaffenhofener Pfarrer Rudolf Klaus, der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Andreas Erstling und eine ganze Reihe weltlicher Würdenträger. Der Festzug zum Martinushaus wurde begleitet von der Musikkapelle Pfaffenhofen und zahlreichen Fahnenabordnungen der Pfaffenhofener Vereine. Der Vorsitzende des Orgelbauvereins, Professor Dr. Klaus Fett, dankte in seiner Ansprache besonders Pater Stefan Kling, der das Projekt angestoßen hatte. Ebenfalls dankte er den zahlreichen Spendern und Helfern ohne die ein erfolgreicher Abschluss des Projektes nicht möglich gewesen wäre. Kirchenpfleger Matthias braun ging in seiner Rede nochmals auf die Geschichte der neuen Orgel ein. Pater Stefan Kling fand am Karfreitag 2006 im Internet das Angebot   der evangelischen Ansgargemeinde Hamburg/Langenhorn zum Schnäppchenpreis von 35 000 Euro. Das war jedoch der kleine Teil der Gesamtkosten. Der Auf- und Abbau und der Umbau der Empore schlugen mit weiteren 100 000 Euro zu Buche. Eine neue Orgel wäre laut Braun jedoch nicht unter 350 000 Euro zu haben und die Reparatur der alten Orgel hätte rund 80 000 Euro gekostet. Bürgermeister Josef Walz nannte den Tag der Orgelweihe ein Jahrhundertereignis für Pfaffenhofen. Zum Schluss seines Grußwortes zitierte er einen Leserbrief der vor seiner Amtszeit in der Zeitung gestanden habe. In diesem war geschrieben: „Im Marktrat sitzen lauter Pfeifen und der Bürgermeister ist die Größte“. Daher sei er froh, dass 100 Meter vom Rathaus entfernt so viele echte Pfeifen installiert sind. Orgelbauer Stefan Heß ergriff die Gelegenheit und wies darauf hin, dass die größte Pfeife der Orgel die beachtliche Länge von 5,20 Metern hat, die kleinste, im Gegensatz dazu, gerade mal 17 Millimeter groß ist. In fünf Monaten Aufbauzeit seien die über 2000 Pfeifen - die Kleinste ist nur 17 Millimeter groß - durchschnittlich achtmal in die Hand genommen worden. Die Orgel wurde laut Heiß 50 Zentimeter in der Breite und zehn Zentimeter in der Höhe verkleinert. Beim Umbau habe die Orgel auch ihren Klangcharakter verändert, aus der kühlen Hamburgerin sei eine weichherzige Schwäbin geworden. Der Organist Michael Pintleger war in der glücklichen Lage sich in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vereinsringvorsitzender zum neuen Instrument gratulieren. Nach dem offiziellen Teil ließen Gemeinde und Ehrengäste bei Sekt, Häppchen und guten Gesprächen die Feier ausklingen.

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