Pfaffenhofens Feuerwehren im Dauereinsatz

Winterhochwasser
Eine in dieser Form äußerst seltene Wetterlage sorgte für Vollbeschäftigung bei den Pfaffenhofener Wehren. Ungewöhnlich viel Schnee war in den Tagen vor dem 9. März gefallen und liegen geblieben. Am 9. März setzten dann Regenfälle ein die bisweilen sehr heftig waren. Diese setzten sich in der Nacht zum 9. März fort. Durch die große Kälte der vorangegangenen Wochen war der Boden tief gefroren, das Oberflächenwasser konnte nicht versickern. Die erste prekäre Situation trat dann am Donnerstagvormittag an der Ecke Ahornweg / Erlenweg auf. Der dortige Sickerschacht konnte trotz zusätzlicher Tauchpumpe das Wasser nicht mehr fassen, schwappte auf die dortigen Grundstücke und stand schon an den Lichtschächten an. Die FFW Berg wurde zur Sicherung dieses Bereichs eingesetzt. Am frühen Nachmittag kam der Alarm, dass die ST 2020 im Bereich des Oberhauser Wegs unter Wasser steht. Zu diesem Zeitpunkt war die Staatsstraße noch einspurig befahrbar, da das Kanalsystem das Wasser nicht mehr fassen konnte stieg der Pegel rasant. Die Wehren aus Pfaffenhofen und Beuren sicherten den Ort, indem sie die westliche Einmündung des Oberhauser Wegs mit Sandsäcken verbauten. Zwischenzeitlich stand die ganze Straße unter Wasser und war für den Verkehr gesperrt. Die FFW Roth war zum Abpumpen des Wassers auf die Wiesen südlich von Diepertshofen eingesetzt. Die Freiwillige Feuerwehr Kadeltshofen musste inzwischen — gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen - eine Grundstück im Kiefernweg gegen eindringendes Oberflächenwasser abdichten. Im Norden Pfaffenhofens war die Lage auch nicht viel besser. Hier staute sich ebenfalls Oberflächenwasser aus den landwirtschaftlichen Grundstücken an der ST 2020 und hat diese überflutet. Zur Sicherung des Verkehrs wurden durch die Freiwillige Feuerwehr Pfaffenhofen Warnschilder aufgestellt. Das Wasser schoß durch zwei Durchlässe unter der ST 2020 hindurch und überschwemmte den Parkplatzbereich rund um das Sportheim Pfaffenhofen sowie die benachbarten Lagerräume des Vereinsringes. Zur Sicherung der Grundstücke wurde in diesem Bereich die Freiwillige Feuerwehr Niederhausen eingesetzt, welche versuchte, dem Wasser mit ihrer TS 8, später zusätzlich mit der Zapfwellenpumpe Herr zu werden. Trotz des großen Einsatzes am Oberhauser Weg verschärfte sich die Situation in diesem Bereich. Wasser drang in Wohnhäuser, Keller und Garageneinfahrten ein. Eine Familie musste evakuiert werden, sie wurde im so genannten ‚Lehrerhaus’ untergebracht. Erst gegen 22.00 Uhr wurde das nachströmende Wasser wieder vom Kanalsystem aufgenommen. Jedoch begann in der Nacht der Pegel der Roth rasch zu steigen. In der Diepertshofer Straße begann Wasser in eine Keller einzudringen. Die Situation führte dazu, dass bei der Feuerwehr Neu-Ulm Sandsäcke ausgeliehen wurden um gefährdete Bereiche mit Sandsackdämmen zu sichern. Glücklicherweise begann ab Freitagnachmittag der Pegel der Roth wieder zu fallen. Insgesamt waren 77 Feuerwehrleute der Wehren aus den Wehren Pfaffenhofens im Dauereinsatz um ihre Mitbürger und deren Hab und Gut vor dem Hochwasser erfolgreich zu schützen.














