Realistisch in die Zukunft geplant

Vorstellung "Neue Mitte"
Anhaltendes Interesse an der Planung zur "Neuen Mitte" bewiesen etwa 70 Bürgerinnen und Bürger, die zur Präsentation in die Aula der Hermann-Köhl-Schule gekommen waren. Professor Martin Schirmer zeigte auf der Großleinwand die Entstehung seines Konzeptes und die daraus resultierenden Vorschläge. Zu Beginn machte er deutlich, dass in Pfaffenhofen nicht der übliche gewachsene Altstadtkern vorhanden sei, sondern die sehr lockere Bebauung mit viel Grün eine andere Herangehensweise erfordert. So schlägt er vor die Ortsmitte als Ortsgarten, der von einem Fußwegenetz erschlossen wird, zu gestalten. Es gilt den vorhandenen Grünbestand zu erhalten und auszubauen, die noch vorhandenen typischen Langhäuser sind zu schützen. Die Hauptstraße, die den Ort wie eine Schneise durchschneidet, soll durch Bepflanzung und Gestaltung des Straßenraums auch zum Aufenthaltsort umgestaltet werden. Gleichzeitig soll an ihr entlang die Bebauung mit Versorgungs- und Handelseinrichtungen verdichtet werden. Um diese Ziel zu erreichen muss die Ansiedlung von Handel und Geschäftsbetrieben am Ortsrand nach Möglichkeit verhindert werden. Konzentrieren sollen sich die Geschäfte auf dem Tavernegelände. Hier sollen drei große Häuser, gestaltet als Langhäuser, die Ortsmitte prägen. Verbunden werden diese Gebäude im Innenbereich durch Flachbauten, die weitere Verkaufsflächen aufnehmen können. Erschlossen wird dieser Bereich durch eine weitere Zufahrt hinter der Taverne. Hier sind auch weitere Parkflächen und eine Bebauung mit Einfamilienhäusern vorgesehen. Rings ums Rathaus soll der Raum mehr Platzcharakter erhalten. Der Rathausvorplatz und der Kirchplatz werden vereinigt, der Durchgangsverkehr verlangsamt. Hinter dem Rathaus ist ein Bürgerhaus, ebenfalls in der Form eines Langhauses, respektive Stadels, vorgesehen. Eine ökologische, familienfreundliche Siedlung könnte auf dem Gelände des alten Sportplatzes entstehen, weitere Wohngebiete im Zentrum sind am Gartenweg und am Schwesternweg geplant. Am Römerweg sieht der Entwurf Altenwohnungen, gruppiert um einen Innenhof, vor. Spontanen Beifall aus dem Publikum erhielt der Planentwurf zum Teilgebiet "Raiffeisengelände". Der dort bestehende Turm soll erhalten bleiben, als mögliche Nutzung ist Raum für die Jugend angedacht. Daran angebaut ist ein Cafe, von vielen Bürgern gewünscht, zu sehen. Aufgewertet wird das ganze von einem Dorfteich. Daran würde sich ein kleines Wohngebiet "Wohnen am Dorfteich" anschließen.
Diese Planung wird jetzt in einen Rahmenplan überführt. Dieser Rahmenplan dient zur Abstimmung mit den Behörden und als Richtschnur für Projekte und Bebauung im Ortskernbereich. Die Zeitdauer der Umsetzung wird von Bürgermeister Josef Walz mit etwa 15 Jahren veranschlagt.







