Servus Bonaparte

Vivat Napoleon
Wie es sich wahrscheinlich überhaupt nicht zugetragen hat als Napoleon in der Nacht vom 13. Auf den 14. Oktober in der Taverne in Pfaffenhofen übernachtete, davon berichtet das Theaterstück „Servus Bonaparte“. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „700 Jahre Markt Pfaffenhofen“ fanden fünf ausverkaufte Vorstellungen in der Aula der Hermann-Köhl-Schule statt. Vor zwei Jahrzehnten hatte das Stück seine Uraufführung erlebt, speziell für den Jugendspielkreis geschrieben und mit möglichst vielen Rollen, damit auch möglichst jeder mitspielen konnte. Der Festausschuß für die Jubiläumsfeierlichkeiten erinnerte sich an das Spektakel und beschloss seine Wiederaufführung. Nikolaus Maucher und seine Mitstreiter vom Brett im Schtoi nahmen die Herausforderung an. Es gelang ihnen zwei Drittel der ursprünglichen Besetzung wieder zu engagieren. Die fehlenden Akteure wurde prominent neu besetzt. Bürgermeister Josef Walz gab den Knecht, Gewerbeverbandsvorsitzender Alfons Endres geht in der Rolle des Krämers Issak Zasterbek auf und fordert als solcher, augenzwinkernd auf die Gegenwart Bezug nehmend, dass er seine Waren auf einer Gewerbeausstellung präsentieren möchte. Das "fastgarhischtorische" Lustspiel erfüllt perfekt de Erwartungen des Publikums. Ohne allzu große Rücksicht auf die Historie zu nehmen, so kommen im Stück ein Fahrrad, Zigaretten, eine FC Bayern Fahne und andere nicht gerade in die Zeit gehörende Gegenstände vor, zeigt es anschaulich wie recht der echte Napoleon mit seinem Spruch "Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur ein Schritt" gehabt. Von Darmbeschwerden geplagt und in ein langes weißes Nachthemd gekleidet hält er, bestens dargestellt von Joachim Wolsky, ein zündende Ansprache an die Pfaffenhofener Bevölkerung, die sehr zahlreich die Bühne belebt. Insgesamt 30 Darsteller treten im Laufe des Abends auf, eine Augenweide in ihren historischen Kostümen. Stimmungsvolle Atmosphäre erzeugte auch das gelungene Bühnenbild mit dem Dorfbrunnen und dem liebevoll gestalteten Aufgang zur Taverne. Alles zusammen lies die Aufführungen erneut zu einem riesigen Erfolg fürs "Brett im Schtoi" und seine Akteure werden.
Zur Bildergalerie