Spatenstich für „Neue Mitte“

Im Jahr 2002 brachte der Marktrat die städtebauliche Entwicklungsplanung für die „Neue Mitte“ auf den Weg. Seitdem konnten in mehreren Veranstaltungen und Workshops die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Meinungen einbringen. Zusätzlich ist durch Haushaltsbefragungen und in den Bürgerversammlungen die Meinungen der Bevölkerung abgefragt und in die Planung eingearbeitet worden. Das Ziel war, dass der Ort für die Menschen, die hier leben, attraktiv bleibt. Sie sollen in der Gemeinde gehalten werden und auch neue Bürger für ein Leben im Ort gewonnen werden. Dies geht nur mit hoher Lebensqualität zu der ein gutes Einkaufsangebot, eine qualifizierte gesundheitliche Versorgung und ein Angebot an Arbeitsplätzen gehören. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung war die Feier zum ersten Spatenstich am Samstagvormittag, die Bürgermeister Josef Walz mit den Worten, "Heute bewegen wir auf dem Tavernegelände nur ein kleines Stück Erde, aber damit bewegt sich Pfaffenhofen ein großes Stück nach vorn", eröffnete. Weiter dankte Walz dem Städteplaner Professor Martin Schirmer für die zündenden Ideen und die hervorragende Planungsarbeit, ebenso der Regierung von Schwaben für die beratende Betreuung und die zugesagten Zuwendungen durch das Bund-Länder Programm der Städtebauförderung. Er lobte die Firma Allobjekt Gewerbebau aus Würzburg, die den Mut gezeigt hat als Investor dieses Projekt zu verwirklichen. Andreas Gerlach, Projektleiter und Gesellschafter bei der Firma Allobjekt hob in seiner kurzen Rede hervor, dass der besondere Reiz dieses Projektes darin liegt, dass es in der Ortsmitte verwirklicht werden kann und damit dem viel beklagten Trend zum Bauen auf der „grünen Wiese“ entgegen wirkt. Drei Baukörper, Supermarkt, Getränkemarkt und das Ärztehaus, werden auf dem Taverneareal, das 10.600 Quadratmetern Fläche hat, entstehen. Im Ärztehaus steht dann für Praxen und Gesundheitsdienstleister eine Fläche von 1500 Quadratmetern zur Verfügung. Das Problem sei nicht, das Ärztehaus voll zu bekommen, sondern alle Interessenten unterzubringen, betonte Gerlach. Die Investitionssumme beträgt fünf Millionen Euro. Die gute und reibungslose Koordination mit der Marktgemeinde und ihren Gremien wurde von Andreas Gerlach als ausgezeichnet bewertet. Der Städteplaner Professor Schirmer meinet in seiner rede, dass Städteplanern oftmals vorgehalten werde Träume zu produzieren, die nicht realisierbar seien. Würden diese träume dann jedoch wahr, lösten sie oftmals Irritationen und Verunsicherung aus. Seiner Erfahrung nach ist Erfolg immer auch mit Kritik verknüpft. Als besonders bemerkenswert bezeichnete Schirmer die „Qualität des Marktgemeinderates“, der sich an den gesetzten Zielen orientiere und entsprechend entscheide. Nach all den Worten wurde dann zur Tat geschritten. Bürgermeister Josef Walz bat den 2. Bürgermeister Erwin Stötter, den 3. Bürgermeister Johann Kast, Pfarrer Raimund Alker, Professor Martin Schirmer und Rainer Düsel, Andreas Gerlach, Claudia Roth von der Investorenfirma an die Spaten zum symbolischen Start des Baumaßnahme. Die Bagger werden im September anrücken.



















