Stolz der Feuerwehr

Bestes Wetter herrschte sowohl beim Festakt als auch beim Tag der offenen Tür anlässlich des Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs LF 16-12 der Pfaffenhofener Wehr. Nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste erläuterte Kommandant Mathias Stölzle die Finanzierung der Beschaffung des neuen Herzstücks der Wehr. Von den 250.000 Euro die das Löschfahrzeug gekostet hatte die Marktgemeinde 136.000 Euro zu tragen. Der Freistaat Bayern beteiligte sich mit 72.000 Euro und vom Landkreis Neu-Ulm werden noch 42.000 Euro erwartet, die im noch nicht verabschiedeten Kreishaushalt vorgesehen sind. An Bezirksrat Herbert Pressl, der Landrat Erich Josef Geßner vertrat, richtete Stölzle die Bitte sich dafür einzusetzen dass der Zuschuss auch in dieser Höhe fliesse. Verärgert zeigte sich der Pfaffenhofener Feuerwehrkommandant über die Tatsache, dass der Freistaat Bayern bei der Bezuschussung nach den neuen Richtlinien verfahren ist, obwohl der Antrag bereits im Jahre 2002 gestellt worden war. Dadurch musste die Marktgemeinde 15.000 Euro mehr aufbringen. Das Fahrzeug lobte er als hochwertiges und modernes Rettungsgerät. Das Fahrgestell stammt von Mercedes, der Aufbau von Ziegler. Der stellvertretende Landrat Albert Pressl nannte die Ersatzbeschaffung eine Notwendigkeit und keinen Luxus. Nach 30 Jahren im Einsatz sei es Zeit gewesen das alte Fahrzeug auszumustern. Die Feuerwehren nannte er "Armeen des Gemeinsinns", in denen viele aktive Feuerwehrleute ehrenamtlich ihren Dienst leisteten und damit zum Erhalt des Gemeinwohls und einer humanen Qualität der Gesellschaft einen wertvollen Beitrag leisteten. Nicht "tu was", sondern "wir tun was" sei das Motto der Feuerwehren, so Bürgermeister Josef Walz. Er wies weiter darauf hin, dass die Feuerwehr im Sicherheitskonzept der Gemeinde eine zentrale Rolle spiele. Kreisbrandrat Alfred Raible stellte die Frage in den Raum ob es denn richtig sei, dass sich die Feuerwehr immer überschwänglich bedanke, wenn sie ein neues Fahrzeug erhalte. "Sollte es nicht umgekehrt, sein, sollten sich nicht die Bürger bei ihrer Feuerwehr bedanken?". Pfarrer Raimund Alker hob hervor, dass erst vor zwei Tagen der Feiertag des heiligen Florian, des Schutzpatrons der Feuerwehrleute, gewesen sei und meinte: "Es ist schön, wenn wir auf Menschen schauen, die vor uns gelebt haben". Pfarrer Erstling, selbst aktiver Feuerwehrmann, verwies auf den Grundsatz "Gehe nie allein". So wie es sinnvoll sei, immer einen Kameraden zur Seite zu haben, könne das Motto "Doppelt im Einsatz" auch für Gottes Beistand gelten. Mit den Worten "Er möge keinen von uns alleine lassen, damit wir auch in Zukunft äußerlich und innerlich unbeschadet durchs Feuer gehen können", erbat er Gottes Segen. Anschließend stellten die beiden Geistlichen Raimund Alker und Andreas Erstling das Fahrzeug unter den Schutz Gottes. Von den Pfaffenhofenern Ortsteilwehren kam ein sinnvolles und nützliches Geschenk. Kommandant Markus Rupp von der Kadeltshofener Wehr übergab einen Faltbehälter passend für das neue Fahrzeug an Stölzle. Am Abend wurde das neue Fahrzeug beim Bockbierfest mit musikalischer Begleitung durch die „Mopedjodler“ noch ausgiebig gefeiert. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag wurden die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr durch zahlreiche Vorführungen transparent gemacht. So wurde gezeigt wie bei einem Unfall beim Baumfällen geholfen wird, aus einem Auto wurden mit Hilfe der Rettungsschere eingeklemmte Personen geborgen und selbstverständlich wurde auch ein Feuer gelöscht. Die Kinder des Kindergartens St. Monika zeigten was zum Thema „Feuerwehr“ vorbereitet hatten. Wer von den vielen Aktionen und Vorführungen erschöpft war konnte sich beim gemütlichen Teil mit Musik, gutem Essen, Kaffee und Kuchen bestens erholen.
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