Trauer um Anne Zuchhold

Wir erhielten die traurige Nachricht,
dass unsere Mitarbeiterin
Frau Anne Zuchhold
Verwaltungsfachwirtin
nach schwerer Krankheit
am 22.09.2014 kurz vor Vollendung ihres 58. Lebensjahr
gestorben ist.
Frau Zuchhold hat im Jahre 1973 ihre Ausbildung beim Markt Pfaffenhofen begonnen und hat in ihrer Zeit beim Markt Pfaffenhofen und später bei der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhofen verschiedene Stationen als Sachbearbeiterin im Pass- und Meldewesen, als Leiterin des Standesamtes und zuletzt als Leiterin des Personalamtes innegehabt. Mehr als 40 Jahre hat sie ihr Können und Wissen treu in die Verwaltungsarbeit eingebracht und war bis zu ihrer schweren Erkrankung unermüdlich tätig.
Ihr offenes und freundliches Wesen verschaffte
ihr große Wertschätzung.
Wir werden Frau Anne Zuchhold ein ehrenhaftes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.
Verwaltungsgemeinschaft
Pfaffenhofen a.d.Roth
Josef Walz Erich Spann
Gemeinschaftsvorsitzender Personalratsvorsitzender
Traueransprache Anne Zuchhold
Traueransprache für Anne Zuchhold
Lieber Ulrich,
liebe Jenny,
liebe Eva,
verehrte Angehörige
liebe Trauerversammlung
Für uns alle ist dies heute ein sehr schwerer Tag. Wir müssen heute Abschied nehmen von Anne, die noch so gerne bei uns geblieben wäre.
Wir finden keine Worte und auch ich habe mir bei der Vorbereitung meiner Ansprache sehr schwer getan. Was hätte Anne gewollt, was wir heute sagen? Sie die lebenslustige Frau, die immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen hatte, die herzhaft lachen konnte, die aber auch streng sein konnte, wenn es denn gefordert war.
Sicherlich würde sie verstehen, dass wir heute alle sehr traurig sind. Obwohl es sich ja schon länger abgezeichnet hat, können wir es noch nicht fassen und begreifen, dass sie nun nicht mehr unter uns ist.
Auf der anderen Seite würde Anne uns aber auch sagen wollen, dass unser Leben weiter geht. Sie würde uns zu verstehen geben, dass die Zeit hier mit uns sehr schön war, dass sie die Zeit mit uns sehr genossen hat, dass sie sicherlich gerne noch viel Zeit mit uns verbracht hätte, dass nun aber, nachdem ihre Kräfte nachgelassen haben, es Zeit war, den Schritt in die Ewigkeit zu gehen.
Wie war die Zeit mit Anne?
Ich kannte Anne Zeit ihres Lebens. Sie das Mädel aus meiner Nachbarschaft ist als jüngste Tochter mit zwei weiteren Schwestern und einem Bruder auf einem Bauernhof groß geworden. Ich denke gerne an diese Zeit zurück, da wir in Diepertshofen eine große Kinderschar hatten und wir viel zusammen waren. Die Höfe und Gärten und auch der Platz vor und an der Kapelle waren für uns immer offen. Wir hatten eine schöne gemeinsame Kindheit.
Nach der Grundschule besuchte Anne die Realschule in Pfuhl und begann dann danach im Jahre 1973 die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Markt Pfaffenhofen. Ihr ganzes berufliches Leben hat sie in den Dienst des Marktes bzw. später der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhofen gestellt. Sie hatte verschiedene Stationen in unserem Rathaus. Zunächst als Sachbearbeiterin im Pass- und Meldewesen, später dann als Leiterin des Standesamts und zuletzt als Leiterin des Personalamts. Mit großem Engagement und viel Ehrgeiz hat sie nebenzu die Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin erfolgreich vollendet und hat sich in den mehr als 40 Jahren ein enormes Fachwissen angeeignet, das nicht nur in unserer Verwaltung gefragt war, sondern sie ist auch von anderen Gemeinden immer wieder um Rat nachgesucht worden. Jeder hat zu ihr kommen können. Ihre Hilfsbereitschaft war sprichwörtlich. Sie hat zu niemandem nein gesagt.
Ich war dabei, als sie 1980 ihren Mann Ulrich heiratete ja und wie haben wir gefeiert als Jenny 1983 und später Eva 1988 geboren wurden.
Ja feiern mit Anne da war sie in ihrem Element. Egal ob im Fasching bei Sommerfesten oder innerhalb der Familie. Man merkte ihr an, dass sie sich dabei wohlfühlte. Sie hat die Ausflüge und Kurzreisen mit ihren Freundinnen aber auch mit den Resen der Elche stets genossen und ihre Mitbegleiterinnen mit ihrer Lebenslust immer angesteckt. Wenn Anne dabei war, dann war es immer lustig.
Überhaupt hatte sie Freude am Reisen und in jüngster Zeit auch Spaß daran gefunden mit ihrem Mann als Sozia auf der Harley schöne Fahrten zu unternehmen. Viele schöne Ziele sind sie dabei angefahren und hatten eine wunderschöne Zeit.
Ja Ziele hat sie sich immer wieder gesetzt. Egal ob beruflich oder privat und sie hat sie auch immer wieder erreicht.
Und dann kam ihr 57. Geburtstag. An diesem Tag hat sie eröffnet bekommen, dass sie unheilbar krank ist. Auf einmal war alles ganz anders. Was muss das für ein Schock für sie gewesen sein? Wenn selbst Ärzte zu ihr sagen mussten, dass sie alles nur erdenklich mögliche für sie tun möchten aber auch die ärztliche Heilkunst ihre Grenzen hat und sie womöglich nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Sie hat dennoch nicht aufgegeben. Sie hat ihr Leben in die Hand genommen und gekämpft. Sie hat sich Ziele gesetzt. Und sie hat auch einige dieser Ziele erreicht. So hat sie es geschafft in das neue Haus, das sie zusammen mit ihrem Mann schon lange geplant hatten zu bauen und auch einzuziehen. Und sie hat es auch geschafft bei der Hochzeit ihres Patenkindes Uli mit dabei zu sein.
Eine Zeitlang schien es so, als ob die Erkrankung zum Stillstand gekommen ist, aber sie schritt unermüdlich voran. Es gab Rückschläge und so nach und nach ließen ihre Kräfte nach.
Ich konnte sie vor zwei Wochen noch besuchen. Wir hatten ein nettes Gespräch sie hat meine Hand gehalten und sie gedrückt. – Ein letztes Mal!
Gestern vor einer Woche ist sie nun heimgegangen und wir müssen verstehen lernen, dass sie nun nicht mehr unter uns ist.
Über ihr Leben hinaus hat Anne ein Band geknüpft, durch das sie in unseren Gedanken aber auch in unseren Herzen weiterlebt. Dieses Band heißt Freundschaft, Respekt und Anerkennung. Die Erinnerung an sie wird uns helfen, die freudigen Momente im Leben zu genießen. Denn das würde Anne ganz bestimmt wollen. Aber sie wird uns auch helfen die schwierigeren Dinge im Leben zu meistern.
Wir werden Anne in unseren Herzen ein ehrendes Andenken bewahren. Tut es auch weh sie verlieren zu müssen, so war es doch ein Glück dass wir sie haben durften.
Unser Mitgefühl und unsere herzlichste Anteilnahme gilt euch lieber Uli liebe Jenny und Eva und all euren Angehörigen. Auch Ihr hattet schwere Wochen und Monate des Hoffens und Bangens. Alle haben euch gefragt wie es Anne geht – ja und wer fragte euch, wie es euch dabei geht?
Ich wünsche euch in dieser schweren Zeit viel Kraft und Stärke und hoffe für euch, dass Ihr Trost findet und den schweren Verlust, den ihr hinnehmen musstet, überwinden könnt.
Anne wir können dir heute für all das was du für uns getan und bewirkt hast nur noch ein bescheidenes Danke sagen und uns heute mit dieser Trauerfeier von dir verabschieden und dich auf deinem letzten Weg begleiten.
Anne du fehlst uns jetzt schon so sehr! Ruhe in Frieden!