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Xsangsvereins-Xundheitsreform

Unter das durchaus aktuellen Thema der Gesundheitsreform stellte der Liederkranz Pfaffenhofen die traditionellen 'Bunten Abende'. Lachen ist gesund, das weiß ein jeder und dazu trug das rundum gelungene Programm nach besten Kräften bei.

Den Auftakt machte der Patientenchor, der in bewegenden Versen das Leid des modernen Patienten zum Vortrag brachte. Der wahrhaft grandiose Fusspilz des Patienten Karl Kraus wurde auf unkonventionelle Art, nämlich durch Erschiessen, behandelt. Das Angebot aus den Überresten eine feine Pilzsuppe herzustellen wollte jedoch aus dem Publikum niemand wahrnehmen. Der Gesundheitsagent 1308 alias Kurt Wikorill leitete von Programmpunkt zu Programmpunkt über. 

Eine inzwischen durchaus etablierte Behandlungsmethode auf unkonventionelle Art stellte Thomas Buchhauser als Hypnotiseur Roy vor. Vom Reissmattheis bis zur Schüchternheit wusste er damit alles zu behandeln.

Danach zeigten zwei durchaus gewichtige Herren in schönster musikalischer Manier den Weg zum Abnehmen. Langsam, mit Wasser statt Wein und Bier, oder blitzschnell vermittels bunter Wunderpillen.

Klaus Vidal als BSE-befallener Gemeindebote wurde auf dem auf gut schwäbisch so genannten 'Scheißhäusle' arrestiert. Nachdem ihm jedoch der Mund nicht verbunden worden war, konnte er von dort aus mit spitzer Zunge manches aufs Korn nehmen. Vom Baugebiet in den Rothauen, das natürlich in wegweisender Pfahlbauweise errichtet werden soll bis zum Weissenhorner WWW, was in seiner Übersetzung Weissenhorner Wirbel-Wahn bedeutet und auf die inzwischen 4 Kreisverkehre dort anspielt, blieb wenig ungeschoren.

Die Distelfinken wussten nicht weniger gut örtliche Begebenheiten aufzuspiessen und musikalisch aufbereitet zu verspotten. Als Rentnerband auf Reisen gaben sie ihre Meinung zu Hundesteuer, Santa Fee Auftritt beim Marktfest und der Rentabilität der Pfaffenhofener Poststelle zum Besten. Nach neun Jahren ist auch die Liebeserklärung an den wackelnden Kirchturm in Liedform wieder aktuell und konnte daher nostalgisch zum Vortrag gebracht werden.

Die Kraft des Mondes und der Krampfadern waren Thema des Sketches der darauf folgte. Die esoterische Volkshochschullehrerin Frau Hirscheisen brachte zwei gestandene Mannsleut im besten Alter dazu, sich von ihren Ehegattinen die Krampfadern vermessen zu lassen. Nicht ganz zu Unrecht vermuteten diese hinter dem Interesse ihrer Männer andere Beweggründe. 

Nach dem Motto: 'das Beste zum Schluss' kam dann Valentino Karotti der Kammersänger, mit bürgerlichem Namen Ulrich Grebenstein. Er hatte so sein Problem mit den hohen Tönen, weil der Saal zu niedrig war, belehrte den Gesundheitsagenten 1308, dass man spitzige Felsen mit 'Z' also Felzen schreibt und nur die runden mit einem runden 'S' und sang dann herzerweichend eine ganz besondere Form des Loreleilieds.

Das Publikum bedankte sich für die gelungene Veranstaltung mit stürmischen Applaus. 

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