Marienfried
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Initiative und unter der Betreuung von Pfarrer Martin Humpf die Ursprungskapelle „Marienfried“ erbaut. Die Kapelle wurde aus Trümmersteinen errichtet, die aus zerstörten Gebäuden in Neu-Ulm stammten. Die Marienfriedkapelle, die am 18. Oktober 1947 eingeweiht wurde, war ein Dank für die Bewahrung der Gemeinde vor Zerstörung des Ortes während des Zweiten Weltkriegs.
Später, im Jahr 1972, wurde im selben Waldgebiet östlich von Pfaffenhofen eine Notkirche errichtet. Nur kurz darauf ereignete sich ein schwerer Brand, der die Kirche gänzlich zerstörte und eine Neuerrichtung erforderlich machte. Die verbogenen Trägerpfeiler am Wegesrand der Marienfriedstraße erinnern bis heute an den Großbrand.
Im Jahr 1974 erhielt die neu errichtete Kirche die kirchenamtliche Anerkennung als offizielle Gebetsstätte. In den Jahren darauf wurden weitere wichtige Einrichtungen rund um Marienfried geschaffen, darunter der Bau mehrerer Pilgerheime, die Anlegung eines Friedhofes und die Gründung einer Kirchenstiftung. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die Marienfriedkirche grundlegend um- und neugebaut und am 23. Oktober 2011 von Bischof Konrad Zdarsa feierlich eingeweiht.
Marienfried hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem bedeutenden Ort der religiösen Pilgerschaft entwickelt. Die Gebetsstätte zieht jährlich tausende Gläubige aus dem In- und Ausland an. Täglich finden Gottesdienste und Andachten statt. Jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli werden die Großen Gebetstage ausgetragen, die tausende Pilger nach Marienfried führen. Seit vielen Jahrzehnten begehen auch vietnamesische Pilger, viele von ihnen waren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, Wallfahrten nach Marienfried. 2023 wurde von Vertretern der vietnamesischen katholischen Gemeinden in Deutschland am Waldrand die Gottesmutterstatue von La Vang eingeweiht.