Sprungziele

Ein Pfarrer im Blaumann

Pfarrer Martin Humpf ist vielen Pfaffenhofenern als Macher und Schaffer in Erinnerung – als Pfarrer im Blaumann.

Geboren wurde er am 1907 in Zipplingen bei Ellwangen. 1943 begann er seine seelsorgerische Tätigkeit in der Pfarrei Pfaffenhofen und setzte sich dort für eine religiöse Erneuerung mit liturgischer, eucharistischer und marianischer Zielsetzung ein.

Pfarrer Humpf war ein Seelsorger, der pragmatisch dachte und anpackte: Als Zeichen des Friedens hisste er beispielsweise 1945 auf dem Kirchturm von St. Martin die weiße Fahne für die anrückenden amerikanischen Soldaten.

Auch in allen anderen Angelegenheiten seines Amtes zeigte Pfarrer Humpf eine große Aktivität und engagierte sich sowohl im sozialen Einsatz als auch bei zahlreichen Baumaßnahmen. Er war dabei nicht nur in Organisation und Planung involviert, sondern legte bei allen Bauvorhaben auch immer selbst Hand an. Zu den Projekten, die unter seiner Leitung durchgeführt wurden, zählten die Erweiterung und Renovierung der Kirche, der Bau der Kapelle Marienfried sowie später der Marienfriedhalle. Er initiierte die Einrichtung eines Jugendheims, die Anschaffung neuer Glocken, den Bau eines Leichenhauses und die Errichtung des Pfarrkindergartens St. Martin. Der Kindergarten war sogar der erste Kindergarten in katholischer Trägerschaft in ganz Deutschland. Nicht zuletzt wurden das Pfarrzentrum Martinushaus und der Pfarrhof unter seiner Leitung gebaut.

Martin und Anna Humpf

Nach 33-jähriger rastloser Tätigkeit als Seelsorger und Pfarrer übergab der Geistliche Rat die Pfarrei St. Martin an seinen Nachfolger; er selbst zog nach Marienfried. Als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste wurde ihm im Oktober 1976 die Ehrenbürgerwürde des Marktes Pfaffenhofen verliehen. Pfarrer Humpf verstarb am 13. Oktober 1996. Er hinterließ ein bleibendes Erbe in unserer Gemeinde.

Gemeinsam mit seiner Schwester Anna war Martin Humpf die treibende Kraft hinter dem Marienfried wie wir es heute kennen.